Astronaut zu Besuch

Das Österreichische Weltraumforum hat einen Raumanzug gebaut, um zukünftige Marsmissionen zu simulieren. Dazu wurden spezielle Tests in der EMV-Kammer am Institut für Mechatronik durchgeführt.
Astronautenanzug in der EMV-Kammer
Bild: Astronautenanzug bei den Messungen in der EMV-Kammer. (Credit: ÖWF (Florian Voggeneder))

Komplett abgeschirmt von allen elektromagnetischen Strahlungen, etwa von Mobilfunk, Radio oder WLAN, wurden in der EMV-Kammer, deren Abkürzung für Elektromagnetische Verträglichkeit steht, durchgeführt. Der Raumanzug ist mit einer Antenne zum Empfangen und Senden von Daten ausgestattet. Getestet werden sollte wie der Anzug den Empfang dieser Daten beeinflusst. Dazu wurde der Raumanzug auf drehbaren Untersatz in EMV-Kammer gestellt. Das komplette Ausschließen von jeglichen Strahlungen ist für solche Messungen besonders wichtig, da nur die Referenzquelle empfangen werden darf. „Eine Referenzantenne sendet elektromagnetische Wellen aus, welche von der Antenne am Raumanzug empfangen werden. Dabei wurde der Anzug auf Plattform sukzessive gedreht, damit Empfangscharakteristik der Anzugsantenne in einem Winkel von 0-359° (relativ zur Referenzantenne) gemessen werden konnte“, erläutert Michael Renzler vom Institut für Mechatronik. Die selben Messungen wurden für die Empfangsantenne auch ohne Raumanzug durchgeführt. Auf diesem Weg ermittelten die Expertinnen und Experten den Einfluss des Anzugs auf den Empfang der Antenne. Das ÖWF ist froh über die Messungen, da sie zum tieferen Verständnis der Funktionsweise ihres Anzugs beitragen.


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