Forschungsfeld Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Öffentliche Auftritte: Feature "Was kostet ein Mensch"

 

Das Feature "Was kostet ein Mensch?" im Radio

 

Nach der Erstausstrahlung am 16. Dezember 2006 und der Wiederholung am 29. September 2007 im Kulturradio Ö1 im Rahmen der Reihe "Hörbilder" haben nun auch internationale Stationen das Feature "Was kostet ein Mensch?" übernommen.

Die nächsten Ausstrahlungen passen terminlich in die besinnliche Zeit um die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen. Es sind dies:

  • die deutsche Erstausstrahlung am 31. Oktober 2007, 22.04 Uhr im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB);
  • und zwei Ausstrahlungen im Schweizer Radio DRS2 am 2. November 2007, 20.00 Uhr und am 4. November 2007, 15.00 Uhr. Am Allerseelentag steht die Sendung dabei als Schlusspunkt unter einem ganzen Programmtag zum Thema "Hörpunkt: Der Wert des Menschen".

Die Geschichte der "Bepreisung" von Menschen ist Jahrtausende alt, wobei der Wert neben vielen anderen Varianten vor allem in Dollar, Silber, Rindern oder auch Gewehrkugeln angegeben werden kann. Dieser Wert schwankt jedenfalls historisch wie geographisch beträchtlich und somit ist die Antwort auf die Frage "Was kostet ein Mensch?" natürlich keinesfalls einfach. Das wird zusätzlich erschwert, weil heute auch Teile von Menschen ihren Wert haben: sowohl - wie etwa die Beine eines Fußballers oder die Stimme einer Sängerin - einen Versicherungswert, als auch einen ganz praktischen Verkaufswert, wenn der menschliche Körper als Ersatzteillager für Transplantationen verwendet wird. Und auch hier unterscheiden sich die monetären "Werte" von Menschen im internationalen Vergleich beträchtlich.

Diese Produktion von Peter Angerer basiert auf aktuellen Forschungsarbeiten von Josef Nussbaumer, die inzwischen auch in ein Buch gemündet sind. Die Nachlese zum 1. Wirtschaftshistorischen Symposium ist, herausgegeben von Josef Nussbaumer und Andreas Exenberger, mit dem Titel "Von Menschenhandel und Menschenpreisen" im Oktober 2007 bei Innsbruck University Press erschienen.