Österreichisches Gletscherinventar

 

Die Ergebnisse des neuen Gletscherinventars von Österreich sollen zeitlich homogenisiert und über eine Web-basierte Plattform für wissenschaftliche Untersuchungen und die Allgemeinheit verfügbar gemacht werden.

In den vergangenen Jahren wurde auf der Grundlage von Befliegungen an der Erstellung eines neuen Inventars für die österreichischen Gletscher gearbeitet. Zusätzlich zur Auswertung der erstellten Geländemodelle und Orthophotos wurden auch die Daten aus dem Gletscherinventar von 1969 neu aufbereitet. Damit ist es nun möglich die Differenzen in Fläche und Volumen für alle österreichischen Gletscher über die letzen drei Dekaden zu dokumentieren.

Für eine einfachere Beurteilung der Zusammenhänge zwischen den klimatischen Verhältnissen und der Reaktion der Gletscher ist es erforderlich diese Daten auf ein Referenzjahr zu homogenisieren. Dies soll mit Hilfe von Wetterdaten und eines Gradtagmodells versucht werden. Die Endergebnisse aus den Analysen liegen derzeit in verschiedenen Formaten und Systemen vor. Einerseits ist es erforderlich für die wissenschaftliche Auswertung der Inventardaten eine gemeinsame Plattform zu schaffen. Andererseits ist es auch wünschenswert die bisher erbrachten Ergebnisse einem interessierten Nutzerkreis in einem universellen System zugänglich zu machen. Dies soll durch die Entwicklung einer Web-basierten Datenbank für die Integration aller Analysen und Ergebnisse aus dem Gletscherinventar geschehen.

 

Leitung: Lambrecht, Astrid

MitarbeiterInnen: Morak, Simone; Lang, Josef

Finanziert durch: Tiroler Wissenschaftsfond

Laufzeit: 2006-2007

Kooperationspartner: Kommission für Geophysikalische Forschungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften; Hydrographischer Dienst im Amt der Tiroler Landesregierung.