Michaela Bstieler, MA MA

Zur Person

Michaela Bstieler

Ab 09/2020 | Co-Organisatorin des Philosophischen Cafés Innsbruck (gem. mit Sergej Seitz)

Seit 06/2020 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck

Seit 03/2020 | Universitätsassistentin (Dissertationsstelle) im Bereich der Praktischen Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Innsbruck

Seit 03/2020 | Doktoratsstudium der Philosophie an der Universität Innsbruck. Betreuung: assoz.-Prof. Dr. Andreas Oberprantacher, Univ.-Prof. Dr. Tabea Bork-Hüffer und Univ.-Prof. Arch DI Kathrin Aste

01/2020–02/2020 | Praktikantin an der International School for Holocaust Studies und Yad Vashem, Jerusalem

11/2019–02/2020 | Praktikantin im Forschungsprojekt „Visual History of the Holocaust. Rethinking Curation in the Digital Age“ an der Hebrew University of Jerusalem. Projektfinanzierung: EU, Horizon 2020

2013–2020 | Bachelor- und Masterstudium der Philosophie sowie der Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Innsbruck und an der Hebrew University of Jerusalem (Rothberg International School)

Promotionsprojekt

Unwohnlich. Rückseiten einer Philosophie der Bleibe aus phänomenologischer und genealogischer Perspektive

Im Bewusstsein der Komplexität einer von der Globalisierung ergriffenen Welt nimmt sich diese Dissertation vor, einige Spannungen zwischen dem Wohnen als Modus praktischer Lebensführung und den zunehmenden Erfahrungen prekärer Existenz neu zu sondieren. Ziel der einzelnen Abschnitte, die zusammengenommen im Zeichen einer alteritätssensiblen Reflexion stehen, ist es, das Wohnen der Gegenwart auf ihre verdrängten, unterbrochenen, rissigen, mithin: verletzten Schattierungen hin zu befragen, um sie für einen philosophischen Diskurs anschlussfähig zu machen, der sich um die Sichtbarmachung diverser vernachlässigter Zwischenräume des Wohn-Denkens bemüht. Neben phänomenologischen Lektüren (Heidegger, Lévinas) bilden deshalb ebenso poststrukturalistische Theorien (Butler, Haraway) den unmittelbaren Bezugspunkt dieser Dissertation, um nicht nur einige zentrale begrifflichen Kategorien des Wohnens – Haushalt, Verwandtschaft, Sammlung, Atmosphäre, Orientierung, Entwurf – anders denken zu lernen, sondern auch einige systemische (Un-)Ordnungen, die sich entlang des Wohnungsmarktes kondensieren, zu problematisieren. Dabei führt, so die zentrale These, eine alteritätssensible Hinwendung zum Wohnen, die der unterschiedlichen Verteilung von Ressourcen und Verfügung gewahr ist, zu einer responsiven Einstellung angesichts bestehender Gewaltverhältnisse, aus denen sich letztlich weitreichende philosophische, soziale und ökologische Konsequenzen für eine politische Praxis erarbeiten lassen.

 

Forschungsinteressen

  • Sozialphilosophie und politische Philosophie
  • Ästhetik und Kunstphilosophie
  • Philosophie der Gegenwart
  • Philosophie und Wohnen
  • Phänomenologie, Poststrukturalismus, Psychoanalyse

Publikationen

  • „Grenzen überschreiten. Die Bedeutung des Leibes in der Ästhetik Georges Batailles", in: Christian Loos/Paul Stephan (Hg.): Widerständige Glieder. Der Leib als politischer Standort, Münster: LIT 2022. (in Vorbereitung) 
  • „Afterlife", in: Magdalena Zolkos (Hg.): Didi-Huberman Dictionary, Edinburgh University Press 2022. (in Vorbereitung)
  • „Papers, Please“: Repräsentationen an der (Schmerz-)Grenze gewaltvoller Registrierungen, in: Annemarie Profanter (Hg.): Cultures in Dialogue, Bern: Peter Lang 2021.
  • Bstieler, Michaela et al. (Hg.): Kunst als gesellschaftskritisches Medium. Wissenschaftliche und künstlerische Zugänge, Bielefeld: Transcript 2018.

Vorträge

  • Unter die Haut gehen, aus der Haut fahren. Phänomenologische Lektüren von Verletzbarkeit, Interdisziplinäre Tagung „Verletzbarkeit und Institutionen. Anrufen – Aushandeln – Antworten", Universität Innsbruck und Kunstuniversität Linz, 28.09.2021
  • Wohnen im Dazwischen. Ein geschlechtersensibler Blick auf die Ambivalenzen un_sichtbarer Wohnungslosigkeit, 8. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung, Universität Wien, 20.09.2021
  • Mobile Denkwege. Die Assemblage als ästhetisch-politische Figuration bei Deleuze/Guattari und Haraway, Internationale Tagung „Entangled Im/mobilities. Perspectives from the Humanities and the Social Sciences", Universität Wien, 18.03.2021
  • Wellness und das (ganz) Andere. Kritik an einem postmodernen Imperativ. Vortrag im Rahmen des "Philosophischen Café Innsbruck", Video: https://www.youtube.com/watch?v=xr41FC9eXMM

Lehre

  • Wintersemester 2021/22 | PS Ethik I: Konturen einer Ethik der Sorge. Selbstsorge – Weltsorge – Fürsorge
  • Sommersemester 2021 | PS Sozialphilosophie und politische Philosophie I: Staying with the Trouble. Das politische Denken Donna Haraways
  • Wintersemester 2020/21 | PS Sozialphilosophie und politische Philosophie I: Verletzung und Verletzlichkeit. Phänomene des Schmerzes im gegenwärtigen Denken

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung
  • Mitglied des Forschungsschwerpunktes "Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte"
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Philosophie
  • Mitglied der Interessensgemeinschaft Politische Bildung

Kontakt

Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ 
Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“
Raum: GEIWI-Turm, 8. Stock, Raum 40815
Mail: michaela.bstieler@uibk.ac.at 


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