News
KI: Erinnern hat seinen Preis
KI-Systeme handeln auf der Grundlage von gesammeltem Wissen. Dabei sind ihnen physikalische Grenzen gesetzt, wie Innsbrucker Forscher in einer aktuellen Studie zeigen. Im Rahmen einer Beschreibung der thermodynamischen Grenzen von Informationsverarbeitung liefern sie den mathematischen Beweis dafür, dass Agenten, die mit ihrer Umgebung interagieren, in manchen Fällen nur dann energieeffizient agieren können, wenn sie Informationen wieder vergessen – selbst solche, die ihre Vorhersagen verbessern würden.
Einen Schritt näher am idealen Glas
1948 veröffentlichte der Chemiker Walter Kauzmann experimentelle Daten, die auf die Existenz eines „idealen Glases“ hindeuten könnten: ein hypothetischer vierter Aggregatzustand, bei dem sich ein Festkörper trotz amorpher Struktur im thermodynamischen Gleichgewicht befindet. Mithilfe von Computersimulationen gelang einem Team um den Innsbrucker Physiker Gerhard Jung nun erstmals die Beobachtung eines „Kauzmann-Übergangs“ von einer Flüssigkeit in ein ideales Glas.
Hypo-Tirol-Preis für ausgezeichnete Dissertationen verliehen
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurden am 19. Mai die Dissertationspreise der Hypo Tirol Bank verliehen. Von Treibhausgasemissionen aus Gletscherbächen über die Hautalterung bis hin zu Selbstporträts der Frühen Neuzeit deckten die ausgezeichneten Forschungsarbeiten ein breites Spektrum an natur- und geisteswissenschaftlichen Themen ab.
Hannes Pichler erhält Feltrinelli-Preis
Der Quantenphysiker Hannes Pichler wurde am 12. Juni in Rom mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften geht an Forscher:innen unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben.
Neue Gesichter in der Theoretischen Physik
In dieser Woche hielten zwei neu berufene Professoren für Theoretische Physik ihre Antrittsvorlesung an der Universität Innsbruck: Michael Buchhold und Klemens Hammerer präsentierten ihre Forschungsansätze dem zahlreichen Publikum und gaben Einblicke in ihre Methoden und Forschungsziele.
Erstmals perfekter Zufall erzeugt
Forschende haben an der ETH Zürich mit einem Quantenexperiment erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen erzeugt. Diese können unter anderem beim Verschlüsseln von Nachrichten eingesetzt werden. An der Arbeit beteiligt war die Theoretikerin Ramona Wolf, die seit kurzem eine Forschungsgruppe zu Quantenkryptographie am Institut für Theoretische Physik der Uni Innsbruck leitet.
Royal Society wählt Peter Zoller zum Fellow
Peter Zoller, emeritierter Professor der Universität Innsbruck und emeritierter wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ist zum Mitglied der Royal Society (FRS) gewählt worden. Die Royal Society ist die nationale Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreichs und die älteste wissenschaftliche Gelehrtengesellschaft der Welt.
KI entwirft effiziente Quantenschaltungen
Forscher aus der Gruppe des theoretischen Physikers Hans Briegel haben in Zusammenarbeit mit NVIDIA eine KI-Methode entwickelt, die automatisch effiziente Quantenschaltungen generiert, ein wichtiger Engpass bei der praktischen Nutzung bestehender Quantencomputer.