Kooperation Tagungshaus Wörgl
Im Herbst 2025 startet eine neue Kooperation mit dem Tagungshaus in Wörgl: Wissenschaflter:innen der Uni Innsbruck kommen mit spannenden und aktuellen Themen ins Tagungshaus.

Tagungshaus
Brixentaler Straße 5
6300 Wörgl
Mi., 22.10.2025, 18:30 - 20:00 Uhr
KI-Nutzung in Unternehmen und Gesellschaft
(Andreas Eckhardt)
Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik
Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags: Vom Filtern von Spam-Nachrichten bis hin zur Unterstützung durch Chatbots. KI erleichtert unser Leben auf vielfältige Weise. Sie bringt aber auch Herausforderungen mit sich.
In diesem Vortrag erfahren Sie wie KI funktioniert und welche Chancen und Risiken sie birgt. Ein kurzer technischer Einblick in die Funktionsweise von KI, konkrete Anwendungsbeispiele und deren mögliche Missbräuche sowie die Verbreitung von Desinformation und Phishing sind die weiteren Inhalte dieses Vortrags.
Weiters wird kritisch beleuchtet, wie generative KI Vertrauen in der Gesellschaft erschüttern und individuelle Sicherheit gefährden kann. Abschließend gibt es Tipps zur persönlichen und positiven Handhabung von KI im eigenen Alltag.

Mi., 05.11.2025, 18:30 - 20:00 Uhr
Ist das noch Wetter, oder doch schon Klimawandel?
Risiken und Naturgefahren im Gebirgsregionen
(Margreth Keiler)
Institut für Geographie
Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW
Kurzfristige Veränderungen von Naturgefahren und Risiken in Gebirgsregionen im Zusammenhang mit dem globalen Wandel beschäftigen die Referentin in Ihrer Forschungsarbeit.
Dabei spielen Klimawandel und Landnutzungsänderung eine Rolle. Gebirgsräume sind besonders stark davon betroffen.
Was bedeutet das generell und im Besonderen für uns als Bewohner*innen eines Gebirgslandes?

Mi., 14.01.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Kennen wir uns, sind wir verwandt?
Beziehungskonzepte von Freundin bis Vetter
(Nadja Neuner-Schatz)
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Zählen Verwandtschaftsverhältnisse heute noch? Werden angesichts ausgesuchter Lebensmenschen, Freundinnen und Partnerschaften familiäre Bande immer unwichtiger? Was ist eigentliche Familie? Was bedeutet verwandt?
Die ethnologischen Wissenschaften beschäftigen sich schon lange mit unterschiedlichen Beziehungskonzepten, historischen und nahen oder fernen Verwandtschaftsvorstellungen und damit einhergehenden Verpflichtungen, Verbindungen und Abhängigkeiten.
Im Rahmen des Vortrags werden unterschiedliche Beispiele aus kulturwissenschaftlicher Perspektive besprochen und Erfahrungen des Publikums mit einbezogen.

Di., 02.06.2026, 19:00 Uhr
Freude in der deutschsprachigen Literatur
Zur Genese eines Gefühls in der Lyrik des 19. und 20. Jahrhunderts
(Sam Siefert)
Literaturwissenschaftler
Wenn an den Begriff und das Gefühl der Freude gedacht wird, so ist unweigerlich Friedrich Schillers Ode „An die Freude“ von 1785 und noch viel stärker Ludwig van Beethovens Vertonung im vierten Satz seiner neunten Sinfonie im Ohr. 1985 sogar zur Europahymne auserkoren, scheint das freudvolle Gefühl eine gewisse Form europäischer Identität abzubilden.
Obwohl die europäische und insbesondere die deutschsprachige Literatur stark von sozialgeschichtlichen Entwicklungen (Revolution, Industrialisierung, Krieg etc.) begleitet und beeinflusst wurde, scheint die emotionale Freude neben einer rationalen Ernsthaftigkeit bestehen zu können.
In diesem Vortrag steht die Emotion im Vordergrund. Es soll ein Einblick in verschiedene lyrische Manifestationen von Freude gegeben werden. Gleichzeitig ist das Ziel, Freude auch in schweren Zeiten des 19. und 20. Jahrhunderts auszumachen und zu zeigen, dass diese Emotion einen wichtigen Beitrag zur lyrischen Genese der deutschsprachigen Literatur leistet.
