#WiSciCoN2026
Wann:
7.–8. Mai 2026
Wo:
Universität Innsbruck, Herzog-Siegmund-Ufer 15, Innsbruck, Österreich OSM-Link
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.
Wieviel:
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Tagung findet in deutscher Sprache statt. Max. 50 Personen können teilnehmen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit UniPR, dem Netzwerk der Kommunikator:innen aller österreichischen öffentlichen Universitäten, statt.
Tipp
Von 8.–10. Mai 2026 findet auch das Journalismusfest Innsbruck – Internationale Tage der Information statt.
Programm
Donnerstag, 7. Mai 2026
10–12 Uhr
Die Vortagung ist als Mini-Barcamp angelegt und wird vor Ort gemeinsam mit den Teilnehmenden gestaltet. Im Zentrum stehen (institutionelle) Erfahrungen rund um Wikimedia-Projekte aus unterschiedlichen Kontexten. Ziel ist es, bereits zum Auftakt ein erstes Bild der Themen und Anliegen zu gewinnen, die die Teilnehmenden in die Konferenz einbringen.
13–17 Uhr
Kirsten Bode | Redaktion Terra X, ZDF
Seit 2019 veröffentlicht das ZDF unter dem Label Terra X kurze Video-Clips unter einer Creative Commons-Lizenz. Die kurzen, meist grafischen, Erkläreinheiten zu historischen und (natur-)wissenschaftlichen Themen sind somit frei downloadbar und nutzbar für den Unterricht, für Websites von Bildungsreinrichten oder den Einsatz in der Wikipedia, wo sie Millionen Nutzerinnen und Nutzer erreichen. Ein Vorgehen, das der Redaktion von Terra X Pionierstatus einbrachte.
In ihrem Vortrag berichtet Dr. Kirsten Bode darüber, wie es zu dem Projekt kam, wie die Workflows heute aussehen, wie die Zusammenarbeit mit der Community von Wikipedia funktioniert und welche Rolle die Creative Commons-Clips im Markenprozess der bekannten Dokumarke Terra X spielen. Die Videos sind heute ein wichtiger Bestandteil der neuen Microsite ZDF goes Schule und der digitalen Public Value-Strategie des Senders.
Raimund Liebert | Wikimedia Austria
Image, Selbstbild und tatsächliche Rolle der Wikipedia für die Wissenschaftskommunikation wandelten sich in den 25 Jahren ihres Bestehens mehrfach. Heute steht oft ihre zentrale Funktion für Large Language Models im Fokus, ihre potentielle Wirkung ist jedoch komplexer und vielfältiger. Welche erprobten und innovativen Modelle von Schnittstellen zwischen dem Hochschul- und dem Wikipedia-Universum gibt es? Was ist zu beachten und wo gibt es Unterstützung? Dazu werden erste praktische und strategische Antworten aus dem Blickwinkel der Online-Enzyklopädie gegeben, mit einer Einladung zum gegenseitigen Perspektivwechsel im Anschluss.
19 Uhr
Get-Together
Freitag, 8. Mai 2026
9–13 Uhr
Hanna Warth-Geraci | Landesmuseum Württemberg
Die Digitalisierung kulturellen Erbes eröffnet Museen neue Möglichkeiten, Sammlungen über institutionelle Grenzen hinweg sichtbar, nutzbar und nachhaltig zugänglich zu machen. Das Projekt „Aus dem Museum ins Wikiversum: Sammlungsdaten weltweit teilen“ verfolgte das Ziel, museale Objekt- und Bilddaten unter freien Lizenzen auf Plattformen des Wikiversums wie Wikimedia Commons, Wikidata und Wikipedia zu publizieren. Die gewählte Strategie einer multidirektionalen Datenveröffentlichung ermöglicht es, Sammlungsdaten nicht nur aus musealen Systemen heraus zu veröffentlichen, sondern diese gleichzeitig in unterschiedliche digitale Kontexte einzuspeisen, zu vernetzen und weiterzuverwenden. Dadurch werden Objekte aktiv in globale Wissensnetzwerke integriert und gemäß den FAIR-Prinzipien auffindbar, interoperabel und wiederverwendbar gemacht.
Der Beitrag stellt die Konzeption, Arbeitsprozesse und Ergebnisse des Projekts vor. Thematisiert werden organisatorische und technische Voraussetzungen, Workflows für den Datenupload sowie die Zusammenarbeit zwischen Museen und der Wikipedia-Community. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie offene Kulturdaten Reichweite, Sichtbarkeit und Nutzung musealer Bestände erhöhten und neue Zielgruppen in Forschung, Bildung und Vermittlung erreichten. Darüber hinaus wurden zentrale Herausforderungen reflektiert,darunter Fragen der Datenqualität, Standardisierung, Lizenzierung und nachhaltigen Pflege offener Daten. Ein Beispiel: Die auf Wikimedia Commons veröffentlichte Bilddatei der württembergischen Königskrone wurde über 200.000 Mal angesehen und in mehr als 200 Wikipedia-Seiten integriert – ein deutliches Zeichen für das Potenzial frei verfügbarer Kulturdaten.
Das Projekt verdeutlicht, wie sich museale Sammlungen durch multidirektionale Datenveröffentlichung von klassischen Online-Sammlungen hin zu vernetzten, dialogischen und global nutzbaren Informationsressourcen entwickeln.
Leonhard Lenz | Wikimedia Commons Admin
Wikimedia Commons ist das Medienarchiv im Kosmos der Wikimedia-Projekte. Bei diesem Workshop geht es darum, die Ziele und Funktionsweise des Projektes kennenzulernen. Insbesondere geht es darum, die Fallstricke zu kennen, die es beim Beitragen zu diesem Projekt im Rahmen von Institutionen gibt.
Anmeldung
Für die Teilnahme an der Tagung ist eine Anmeldung notwendig.
Kontakt:
Melanie Bartos, Christian Flatz
+43 512 507 32001
wikipedia@uibk.ac.at
