
Institut für Theorie und Zukunft des Rechts
Recht der Nachhaltigkeit und Mobilität
seit 01.09.2025
Leben
Lando Kirchmair studierte Rechtswissenschaften (Magister iuris 2004–2009), Wirtschaftsrecht (Magister iuris rerum oeconomicarum 2005–2010), Spanisch, Portugiesisch und Psychologie an den Universitäten Innsbruck, Salamanca und Salzburg. Im Anschluss war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Salzburg (Lehrstuhl Prof. Kirsten Schmalenbach) tätig und promovierte ebendort mit der Arbeit „Die Theorie des Rechtserzeugerkreises“. Weitere Stationen seiner Karriere waren unter anderem der Europarat (Gedenkdienst), das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und das Rechtsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Als Postdoc war Kirchmair an der Universität Salzburg sowie an der Universität der Bundeswehr München tätig. An der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München habilitierte er sich und erhielt die Venia Legendi für die Fächer Öffentliches Recht, Völkerrecht, Europarecht und Rechtsphilosophie.
Von 2020 bis 2025 war er Langzeitvertretungsprofessor für Nationales und Internationales Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Kulturgüterschutz an der UniBw München. Neben den bereits genannten Stationen konnte er außerdem Lehrerfahrung an der Andrássy Universität in Budapest und an der Universität St. Gallen sammeln.
Als gebürtiger Tiroler freut Kirchmair sich, mit der Euregio-Stiftungsprofessur für das Recht der Nachhaltigkeit und Mobilität am Institut für Theorie und Zukunft des Rechts anzutreten und so wieder an die Universität Innsbruck und in seine Heimat zurückzukehren.
Forschung
Lando Kirchmairs Forschungsinteressen umfassen internationales, europäisches und nationales öffentliches Recht sowie Rechtstheorie und Rechtsphilosophie. Außerdem befasst Kirchmair sich mit der Interdisziplinarität des Rechts, insbesondere in Form der empirischen und ethischen Grundlage des Rechts sowie deren Verbindung mit dem Recht. Auch der Internationale Kulturgüterschutz ist Teil seiner Forschung an der Uni Innsbruck. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Recht der Nachhaltigkeit und Mobilität. Eines seiner aktuellen Forschungsprojekte beleuchtet die rechtliche Regulierung von moralischen Notfällen verursacht durch automatisierte und autonome Fahrzeuge. Hierfür werden Virtual-Reality-Studien zur Untersuchung unparteilicher Entscheidungen eingesetzt.