Illustration einer KI: Laborimpressionen

Zwei Ausgründungen der Universität Innsbruck überzeugen die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mit ihren innovativen Deep-Tech-Ansätzen und sichern sich Förderkapital.

Zwei Spin-offs sichern sich Bun­des­för­de­rung

Gleich zwei Ausgründungen der Universität Innsbruck haben erfolgreich Förderungen der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) eingeworben: KinCon biolabs und TerraAtmos erhalten Kapital zur Entwicklung ihrer Deep-Tech-Technologien bis zur Marktreife.

Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) ist die Förderbank der Republik Österreich und setzt wirtschafts- und innovationspolitische Programme des Bundes um. Mit ihren Frühphasenprogrammen unterstützt sie wissenschafts- und forschungsbasierte Start-ups auf dem Weg vom Labor in den Markt. Das aws Seedfinancing zählt mit einer Erfolgsquote von lediglich 20–25 % zu den selektivsten österreichischen Frühphasenförderungen überhaupt. Die Bewilligung ist damit ein deutliches Signal für das Potenzial der geförderten Unternehmen.

Medikamenten-Profiling in lebenden Zellen

Das Spin-off KinCon biolabs GmbH erhält ein aws Seedfinancing im hohen sechsstelligen Bereich. Das Innsbrucker Biotechnologie-Unternehmen hat eine patentierte Live-Cell Drug Profiling Plattform entwickelt, die es ermöglicht, die Wirkung von Wirkstoffen direkt in lebenden Zellen zu analysieren. Der Ansatz hat mit erheblichem Potenzial für die pharmazeutische Industrie. Mit der Finanzierung will das Unternehmen um Gründer Eduard Stefan und Philipp Tschaikner die Business-Development- und Marketingkapazitäten gezielt ausbauen, Automatisierungslösungen für skalierbare pharmazeutische Dienstleistungen implementieren sowie institutionelle Strukturen für eine langfristige strategische Entwicklung des Unternehmens schaffen.

Digitaler Zwilling der Erde

Das Unternehmen Terra Atmos GmbH sichert sich eine aws Preseed-Förderung im hohen fünfstelligen Bereich. Das Spin-off der Universität Innsbruck hat eine Technologie entwickelt, die Satelliten- und Wetterdaten kombiniert, um hochauflösende digitale Zwillinge der Erdoberfläche zu erzeugen. Daraus lassen sich Oberflächentemperatur, Hitzestress, Verdunstungsraten und Energiebilanzen ableiten. Diese werden nicht als Rohdaten zur Verfügung stellt, sondern aufbereitet als automatisierte Analysen, etwa für Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen in Städten und Gemeinden.
Die Idee entstand während des Doktorats von Gründer und CEO Yannick Back. Den Schritt in die Selbstständigkeit begleitete der InnCubator Innsbruck, ein sechsmonatiges Gründungsprogramm. Mit der aws-Förderung soll der bestehende Prototyp zu einer skalierbaren SaaS-Plattform weiterentwickelt werden.

Wissenstransfer als Stärke der Universität

Die beiden Förderungen unterstreichen die Bedeutung der Universität Innsbruck als Ausgangspunkt für innovative Unternehmensgründungen. Auf dem Weg dorthin werden Forschende an der Universität professionell begleitet: Das projekt.service.büro unterstützt bei der Einwerbung von Drittmitteln und der Abwicklung von Forschungsprojekten sowie der Sicherung des geistigen Eigentums, also bereits in der Phase vor einer möglichen Ausgründung. Beim Schritt in die Selbstständigkeit und der Ausgründung als Unternehmen unterstützt das Büro für Beteiligungen und Spin-offs im Vizerektorat für Infrastruktur. Dass gleich zwei Spin-offs in einem selektiven Bundesprogramm reüssieren konnten, zeigt, wie erfolgreich dieses Zusammenspiel aus exzellenter Forschung und gezielter institutioneller Unterstützung funktioniert.

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