Die Urban Sketchers sind eine globale Gemeinschaft von Zeichner:innen, die die Orte zeichnen, an denen sie leben und zu denen sie reisen. Dabei werden alle Arten von Medien verwendet und die Zeichnungen anschließend online geteilt. Beim Urban Sketching geht es nicht darum, ein perfektes Abbild dessen zu zeichnen, was man sieht, sondern vielmehr darum die eigenen persönlichen Erfahrungen auf Papier festzuhalten. Auf diese Weise werden auch scheinbar alltägliche Orte als besondere und einzigartige Plätze sichtbar. Es wird gemeinsam drinnen oder draußen gezeichnet, sowohl draußen auf den Plätzen als auch drinnen in Kaffeehäusern oder Museen. So kamen kürzlich die Urban Sketchers Innsbruck im Rahmen eines ihrer regelmäßigen Treffen an wechselnden Orten auch in das Archäologische Universitätsmuseum Innsbruck.
Im Archäologischen Universitätsmuseum Innsbruck finden sich weit über 1.500 Exponate, vorwiegend Abgüsse von Statuen, Büsten, Reliefs und Objekten der Kleinkunst aus der griechisch-römischen Antike und es bieten sich dort somit zahlreiche Motive für ausdruckstarke Skizzen.
Neben Objekten wurden aber auch der unter Denkmalschutz stehende Museumsraum und das Interieur zeichnerisch festgehalten. Diese Räumlichkeiten waren bei der Errichtung des Universitätsgebäudes von Anfang an als repräsentativer Museumsraum vorgesehen und wurden dem neoklassizistischen Geschmack der Zeit entsprechend als hoher, durch große Fenster gut beleuchteter Raum mit antikisierenden Pilastern als Wandgliederung, Kassettendecke und griechischen Säulen im Foyerbereich bewusst an die Antike angelehnt. Sogar der Eingangsbereich des Museum wurde skizziert.
(Bericht: Daniel Haumer)


