Ein halber Bogen aus weißem Stein vor einem blauen Himmel mit Wolken, auf dem Bogen ist ein aufgeklebter Riss zu sehen.

Freiheitsbogen in Kyjiv mit Riss.

Pro­jekt­start: Tea­ching Digi­tal Media Literacy in Ukraine

Am 1. Jänner 2026 lief das 3-jährige Forschungsprojekt „Teaching Digital Media Literacy in Ukraine“ (TeDiMeLi) an, das die Stärkung der Medienkompetenz in der Ukraine zum Ziel hat. Das Projekt wird von „Erasmus+ Capacity Building in Higher Education“ gefördert und ist am Institut für Slawistik angesiedelt, wo es von Gernot Howanitz (interimistisch bis Juli 2026) und Magdalena Kaltseis geleitet wird.

Am 1. Januar 2026 hat das 3-jährige Projekt „Teaching Digital Media Literacy in Ukraine“ (TeDiMeLi) gestartet. Es ist am Institut für Slawistik angesiedelt und wird durch das „Erasmus+ Capacity Building in Higher Education“-Programm gefördert. Das Projekt hat die Stärkung von Medienkompetenzen in der Ukraine zum Ziel; eine Notwendigkeit angesichts der massiven Desinformationskampagne Russlands in dessen Angriffskrieg auf das Land. Der Innsbrucker Teil wird bis Juli 2026 interimistisch von Gernot Howanitz geleitet, anschließend übernimmt Magdalena Kaltseis die Projektleitung. Eva Binder, Svitlana Pidoprygora und Roxana Hammer (studentische Mitarbeiterin) komplettieren das Projektteam.

Kooperationspartner:innen

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der TU Dresden, der Universität Innsbruck und vier ukrainischen Universitäten:

  • Cherkasy State Technological University (ChSTU)
  • Chernihiv Polytechnic National University (CPNU)
  • Drohobych Ivan Franko State Pedagogical University (DSPU)
  • Kharkiv National Automobile and Highway University (KhNAHU)

Stärkung von Medienkompetenzen als zentrales Ziel

Das zentrale Ziel von TeDiMeLi ist die Stärkung der (digitalen) Medienkompetenzen (digital media literacy) in der Ukraine. Zu diesem Zweck sollen Medienkompetenzzentren (Digital Media Literacy Centres) an den vier oben genannten ukrainischen Universitäten errichtet werden, um die Ausbildung digitaler Medienkompetenzen zu fördern sowie – mittels digitaler Lernplattformen – inklusive digitale Bildung für alle zu ermöglichen. Dieses Anliegen ist insbesondere deshalb von zentraler Bedeutung, da aktuelle Untersuchungen zur Medienkompetenz in der ukrainischen Bevölkerung gezeigt haben, dass diese sehr niedrig und seit Beginn des russischen Angriffskriegs sogar gesunken ist. Allerdings sind gerade fundierte Kompetenzen im Bereich der Medien angesichts von Russlands hybrider Kriegsführung und Propaganda von großer Bedeutung für das Land und die dort lebenden Menschen.

 

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Den Universitäten kommt hier eine Schlüsselrolle zu, da sie mithilfe der im Rahmen des Projekts etablierten Kompetenzzentren die Fähigkeiten der ukrainischen Bevölkerung, Medien kritisch, reflektiert und verantwortungsvoll zu nutzen und zu analysieren, ausbilden und stärken sollen. Aus diesem Grund sollen im Rahmen des Projekts zudem Lehr- und Lernmaterialien erarbeitet werden, um die Medienkompetenzen in den universitären Curricula der ukrainischen Partneruniversitäten zu verankern und somit die Widerstandsfähigkeit gegen den russischen Informationskrieg zu stärken und den Wiederaufbau des Landes nach Kriegsende voranzutreiben.

Beitrag des Innsbrucker Projektteams

Das Projektteam an der Universität Innsbruck wird insbesondere seine Expertise im Bereich der Förderung von Medienkompetenz, Propaganda- und Desinformationsforschung, Künstlicher Intelligenz sowie visuelles Storytelling in das Projekt einbringen. Das Team übernimmt zentrale Aufgaben im Wissenstransfer und in der Qualitätssicherung der von den ukrainischen Partneruniversitäten entwickelten Lehr- und Lernmaterialien und stärkt somit die erfolgreiche Implementierung der Medienkompetenzzentren.

 

Zu den Projektleiter:innen

Magdalena Kaltseis ist Assistenzprofessorin für russische Sprachwissenschaft und Fachdidaktik Russisch am Institut für Slawistik und am Institut für Fachdidaktik. Ihre Forschungsinteressen liegen u.a. im Bereich der russischen Medien und medialer Propaganda, der Soziolinguistik und Fremdsprachendidaktik. Gemeinsam mit Gernot Howanitz hat sie das zweijährige Forschungsprojekt Kaleidoscopic Patterns of Protest: Qualifying and Quantifying Visual and Textual (Self-) Representations in Eastern European Protest Cultures geleitet, das vergangenes Jahr erfolgreich beendet wurde.

Gernot Howanitz ist Assistenzprofessor für slawische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Slawistik. Seine Forschungsschwerpunkte sind polnische, russische und tschechische Literatur von 1850 bis heute, Neue Medien in Ost(mittel)europa sowie Digital Humanities, insbesondere KI in den Geisteswissenschaften.

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