Gruppenfoto von 12 Personen im Brenner-Archiv

Elke Laznia mit Studierenden der Germanistik

Poe­tik-Vor­le­sung 2026 mit Elke Laz­nia

Unter dem Titel „Über die Brechung des Lichts (im Wasser)“ gab die Schriftstellerin Elke Laznia im Literaturhaus am Inn Einblicke in ihr Schreiben. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Institut für Germanistik und dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv organisiert.

1984 begründete Alfred Doppler, Professor für Österreichische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaften, Poetik-Vorlesungen an der Universität Innsbruck. Dies war ein absolutes Novum an österreichischen Universitäten, angeregt durch die berühmte Frankfurter Poetik-Vorlesungen, deren erste Ingeborg Bachmann hielt. In den letzten vier Jahrzehnten sind zahlreiche Schriftsteller:innen wie Friederike Mayröcker, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Erich Hackl, Oswald Egger, Sepp Mall, Barbara Hundegger und Ann Cotten an der Universität Innsbruck zu Gast gewesen. Seit einigen Jahren erscheinen die Vorlesungen in einer Reihe der innsbruck university press, graphisch gestaltet von Willi Pechtl.

Angeregter Austausch mit den Studierenden

2026 gab die 1974 in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Elke Laznia Einblicke in ihr Schreiben. Laznia, die heute in Salzburg lebt und arbeitet, debütierte 2014 mit ihrem im Verlag Müry Salzmann erschienenen Roman Kindheitswald. Bereits in diesem Text zeigt sich eine radikal verdichtete, rhythmische Sprache, die zu Laznias Markenzeichen geworden ist. In ihrer öffentlich zugänglichen Poetik-Vorlesung im Literaturhaus am Inn zeichnete die preisgekrönte Autorin die Verbindungen zwischen ihren Texten und Beziehungen zu jenen anderer Autor:innen nach. Das Konversatorium mit den Studierenden war der Höhepunkt der Veranstaltung – intensiv, klug und empathisch!

(Ulrike Tanzer)

  • Nach oben scrollen