Die Bordsteinkante ist zu hoch, der Gehsteig zu schmal, das Blindenleitsystem unvollständig oder nicht vorhanden: Wenn Menschen mit Behinderungen den öffentlichen Nahverkehr nutzen, sind sie mit Herausforderungen konfrontiert. Bauliche Barrieren machen Ein- und Aussteigen oft unmöglich.
„Neben diesen baulichen Barrieren ist das Hauptproblem, dass die Menschen nie genau wissen, welche Gegebenheiten sie an welcher Haltestelle vorfinden“, erklärt Katharina Schmermbeck, „weder Google Maps noch ÖPNV-Apps liefern Informationen zur Barrierefreiheit von Haltestellen“. Schmermbeck hat Maschinenbau und Robotik in Berlin und München studiert, jetzt leitet sie das Projekt INNklusion am Lehrstuhl für Fertigungstechnik an der Universität Innsbruck.
Access Innsbruck: Planbare Öffi-Nutzung
Im Projekt INNklusion arbeiten Studierende, Forschende und Menschen mit Behinderungen gemeinsam an Lösungen für einen selbstbestimmten Alltag. Herausforderungen werden besprochen, Konzepte entwickelt, umgesetzt und in der Praxis erprobt.
„Julia Golser ist Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Innsbruck und hat auf die Schwierigkeiten bei der Öffi-Nutzung aufmerksam gemacht“, schildert Schmermbeck. Das Projektteam entwickelte daraufhin eine App-Lösung, in der die Barrierefreiheit der Innsbrucker Öffi-Haltestellen vermerkt und bewertet wird. „Das ändert zwar erstmal nichts an den baulichen Voraussetzungen, aber ermöglicht Menschen mit Behinderungen mehr Planbarkeit in der Öffi-Nutzung“, so Schmermbeck.
Mehr zum Projekt: Newsroom-Beitrag „Mit dem Zollstock durch Innsbruck“
In der Entwicklungsphase erkannte das Projektteam den großen Bedarf der Informationsdienstleistung und entschied sich für eine Ausgründung. Im Video berichtet Katharina Schmermbeck darüber, wie wichtig es ist, Ideen in die Praxis umzusetzen und nachhaltig einen Beitrag für mehr Inklusion und gesellschaftlichen Fortschritt zu leisten.
Access Innsbruck - Katharina Schmermbeck
An der Uni Innsbruck wird studiert, geforscht, gelehrt – und gegründet! In dieser Videoreihe stellen wir einige der universitären Gründer:innen vor: Katharina Schmermbeck leitet das Projekt INNklusion am Lehrstuhl für Fertigungstechnik an der Universität Innsbruck. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelte sie die App Access Innsbruck. Access Innsbruck unterstützt Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Sehbeeinträchtigungen dabei, ihre Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu planen. Im Video spricht Katharina Schmermbeck darüber, wie wichtig es ist, Ideen in die Praxis umzusetzen und nachhaltig einen Beitrag für mehr Inklusion und gesellschaftlichen Fortschritt zu leisten. #innklusion #gruendenanderuniinsbruck #innovation
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- Uni-Holding GmbH/Spin-offs
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