Insgesamt gaben bei der im Sommersemester 2026 durchgeführten Umfrage 583 Universitätsangehörige an, einen Familienraum nutzen zu wollen – darunter 329 Mitarbeitende, 213 Studierende und 41 Personen, die gleichzeitig studieren und arbeiten. Das größte Interesse entfiel auf den Campus Innrain (332 Nennungen), gefolgt von den Standorten Technik (185) und Universitätsstraße/SOWI (120). Während sich am Campus Innrain Studierende und Mitarbeitende nahezu gleichermaßen einen Familienraum wünschen, wurde der Bedarf am Standort Technik vor allem von Mitarbeitenden geäußert. Die Räume würden insbesondere als Rückzugs, Lern- und Arbeitsplätze für Eltern, aber auch zur Überbrückung kurzfristiger Betreuungslücken, etwa während Prüfungen oder Tagungen, genutzt werden – einerseits sporadisch, von vielen Befragten aber auch regelmäßig (z.B. wöchentlich).
Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Wünsche und Anregungen eingebracht – unter anderem nach zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen, einer Ausweitung der Ferienbetreuung auf alle Ferienwochen, flexiblen Kinderbetreuungsangeboten am Campus Technik (nach dem Vorbild der SpielRäume), mehr Wickelmöglichkeiten sowie weiteren Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie.
Die Ergebnisse der Bedarfserhebung wurden den zuständigen Stellen der Universität übermittelt und liefern eine wichtige Grundlage für weitere Überlegungen zur familienfreundlichen Infrastruktur. Zugleich zeigen sie, dass der Bedarf je nach Standort und Zielgruppe unterschiedlich ausfällt und eine Orientierung für bedarfsgerechte Lösungen vor Ort bieten kann. Ein bereits erfolgreich umgesetztes Beispiel dafür ist der „Babyroom“ an der Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften, der auf Initiative Angehöriger der Fakultät und mit Unterstützung des Rektorats realisiert werden konnte. Er steht den dortigen Mitarbeitenden und Studierenden mit Kind zur Verfügung und zeigt, wie familienfreundliche Angebote dort entstehen können, wo sie konkret benötigt werden. Gerade für Forschende mit Säuglingen kann ein solcher Raum dazu beitragen, den Kontakt zur Universität und zur eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit während und nach einer Karenz aufrechtzuerhalten.
Inzwischen wurden im Hauptgebäude und Ágnes-Heller-Haus zwei neue Sanitätsräume eingerichtet. Sie stehen – wie alle Sanitätsräume der Universität – auch Universitätsangehörigen mit individuellem Ruhe- oder Regenerationsbedarf sowie (werdenden) Eltern, beispielsweise zum Stillen oder Milch Abpumpen, zur Verfügung. Durch ihre erweiterte Ausstattung mit Wickelmöglichkeiten sowie einer bequemen Sitz- und Ruhemöglichkeit bieten sie dafür nun ein noch angenehmeres Umfeld. Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Mehrzwecknutzung werden derzeit geprüft, wobei die ursprüngliche Funktion der Räume als Erste-Hilfe-/Sanitätsräume selbstverständlich unberührt bleibt. Auch die Situation an den weiteren Standorten wird dabei im Blick behalten.
Weitere familienfreundliche Infrastrukturangebote – darunter auch die Kinderecke in der Bib-Lounge – sowie zahlreiche Informationen und Angebote rund um die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium finden Sie auf der Webseite des Familienservice.
Wir bedanken uns herzlich für Ihre Zeit, Ihre Offenheit und die vielen wertvollen Anregungen. Sie liefern wichtige Impulse für die weitere Entwicklung einer familienfreundlichen Universität Innsbruck.
Hier geht es zu den Umfrageergebnissen im Detail (PDF)

Einblick in einen Wickel- und Stillraum am Campus Innrain.
Einblick in einen Wickel- und Stillraum am Campus Innrain.
