„Mit Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sitzt eine österreichische Stimme im IGF Leadership Panel des UN-Generalsekretärs – einem der einflussreichsten Gremien der globalen Internet Governance. Dass sie zugleich das IGF Austria in Salzburg mitgestaltet hat, ist ein Glücksfall: Was wir hier diskutieren, bleibt nicht im regionalen Echoraum, sondern findet den Weg nach Genf, nach Brüssel und zur UNO nach New York. Österreich ist gut aufgestellt.“, sagte Matthias C. Kettemann vom Institut für Theorie und Zukunft des Rechts bei der Tagung. Das Programm des Internet Governance Forums (IGF) Austria 2026 spannte einen breiten Bogen von Cybersicherheit und Cyberresilienz, über Plattformfairness und digitale Innovationen bis zu Österreichs Rolle in der globalen Internet Governance.
Globale Bedeutung und Multistakeholderprozess
Das IGF Austria ist der nationale Ableger des UN-Internet Governance Forums, das seit dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) 2005 den globalen Rahmen für eine offene, sichere und menschenrechtsbasierte Internetordnung setzt. Gastgeber war heuer die Universität Salzburg und das Land Salzburg. Zu den Partnern zählten die Salzburg AG, die Universität Innsbruck und die Diplomatische Akademie Wien sowie das Bundeskanzleramt. „Es gibt wenige Länder in Europa, die auf so einem guten Weg sind, was das E-Government betrifft. Unser Ziel muss es sein, da ganz vorne mit dabei zu sein“, sagte Staatssekretär Alexander Pröll in seiner Keynote zur digitalen Souveränität Österreichs.
Auch Kinder und Jugend am Wort
Mit Schülerinnen der MS Hallein-Burgfried, der AHS-Landesschulsprecherin sowie der stellvertretenden ÖH-Vorsitzenden kamen auch Kinder und Jugendliche zu Wort. „Das Internet ist der Raum, in dem Demokratie stattfindet, in dem Wirtschaft funktioniert, in dem Bildung gelingt, in dem Sicherheit verteidigt werden muss und in dem gerade junge Leute sich ausdrücken. Umso wichtiger, dass wir alle darüber reden, wer online das Sagen hat und wie wir das Internet im Interesse aller gestalten können“, so Koordinator Matthias C. Kettemann.
Internetregulierung gesichert
Für Kettemann ist das Internet Governance Forum als globaler Multistakeholderprozess, also als Gesprächsforum, einzigartig. „Nur das Internet wird auf diese Weise von allen Stakeholdergruppen fair und demokratisch weiterentwickelt“, sagt der Digitalexperte. „Da klappt die Zusammenarbeit noch, anders als in vielen anderen Bereichen des Völkerrechts.“ Auch deswegen wurde das IGF im Dezember 2025 von der UNO-Generalsversammlung als permanentes UNO-Forum eingerichtet, dass die Zukunft der Internetregulierung auf Jahrzehnte hinaus sichern wird.
