Die Initiative Pflanzenvielfalt pflegen informierte über invasive Neophyten und fachgerechte Entfernung 

Cam­pus meets Com­mu­ni­ty: Stadt­teile bei der Lan­gen Nacht

Zum zweiten Mal wurde die Lange Nacht der Forschung am Campus Technik der Universität Innsbruck unter dem Motto „Campus meets Community“ durch Initiativen von Innsbrucker Stadtteilen bereichert. Es handelt sich um eine Kooperation der Transferstelle der Uni Innsbruck, Innsbruck Marketing sowie den Stadtteilen Hötting-West, Allerheiligen und Kranebitten. 

Was vor wenigen Jahren als Einladung begann, ist inzwischen zu einem festen Treffpunkt bei der Langen Nacht der Forschung geworden: Initiativen und Vereine der westlich gelegenen Innsbrucker Stadtteile bringen ihre Themen, Erfahrungen und Perspektiven ein und ergänzten das Programm der Universität um gesellschaftliche und lokale Anliegen. So entstand auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Bild – von Umweltbildung über soziale Projekte bis hin zu inklusiven Angeboten.

Die Lange Nacht der Forschung erwies sich damit einmal mehr als geeignete Plattform, um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Die direkte Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteur:innen fördert nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern ermöglicht auch die gemeinsame Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Die Begegnung auf Augenhöhe sowie eine gelebte Kultur der Offenheit und Teilhabe leisten dabei einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Berührungsängsten gegenüber Wissenschaft.

Buntes Stadtteil-Programm

Das Programm bot zahlreiche Einblicke und Mitmachmöglichkeiten: Die Initiative Pflanzenvielfalt pflegen informierte über invasive Neophyten und deren fachgerechte Entfernung. Die Stadtmusikkapelle Allerheiligen lud dazu ein, Instrumente auszuprobieren und Musik live zu erleben. Die Öffentliche Bücherei Allerheiligen präsentierte aktuelle Kinder- und Bilderbücher passend zu den Themen am Campus Technik.

Auch soziale Initiativen waren vertreten: Die Kinderkleiderausgabe „Wäscheleine“ setzte mit einer im Wind flatternden Installation farbenfrohe Akzente. Die Lebenshilfe Arbeit Hötting-West zerlegte gemeinsam mit Besucher:innen alte Computer und Elektrogeräte und machte dabei wertvolle Rohstoffe sichtbar.

Umwelt und Naturschutz waren auch Thema bei zwei weiteren NGOs: Dein Nachbar Lohbach ermöglichte spannende Einblicke in die Welt der Mikroorganismen und Wasserlebewesen in der näheren Umgebung. Jaro Österreich informierte über die Aktivitäten von landschaftspflegerischen Eingriffen zu Gunsten des Artenschutzes von Schmetterlingen.

Das Projektteam INNklusion der Technischen Wissenschaften präsentierte die Initiative ACCESS Innsbruck, um auf Barrieren an Innsbrucker- und Tiroler Öffi-Haltestellen aufmerksam zu machen und um gemeinsam mit Betroffenen und der Bevölkerung neue Wege zu finden.

Für viele Besucher:innen war der kulinarische Beitrag der Initiative Forum Musliminnen in Tirol ein besonderes Highlight: Ein reichhaltiges Buffet mit selbstgemachten Speisen aus verschiedenen Ländern lud zum Verweilen und zum interkulturellen Austausch ein.

 

Die Veranstaltung zeigte wieder eindrucksvoll, wie aus anfänglichen einzelnen Kontakten nachhaltige Zusammenarbeit entstehen kann. „Campus meets Community“ steht damit nicht nur für ein Veranstaltungsformat, sondern für einen lebendigen Dialog zwischen Universität und Stadtteil – offen, zugänglich und auf Augenhöhe. Die Veranstaltung machte deutlich, welches Potenzial im direkten Dialog zwischen Wissenschaft und Bevölkerung liegt: persönliche Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und neue Impulse für künftige Kooperationen. So wurde der Campus für einen Abend zu einem offenen Ort, an dem Forschung und Alltag auf besondere Weise zusammenfanden.

(Juliane Mayer)

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