Technisches Gerät mit Linsen

Die Ionenfallen-Architektur ist eine der vielversprechendsten Technologien für industrielle Anwendungen eines Quantencomputers.

AQT setzt neuen euro­pä­i­schen Bran­chen­stan­dard

Das Spin-off-Unternehmen Alpine Quantum Technologies (AQT) hat in dieser Woche einen großen Sprung in der Rechenleistung ihres Quantencomputers verkündigt. Das Unternehmen präsentierte die LYNX-Serie, eine neue Generation ihres 19-Zoll-Rack-Quantencomputers, die ein rekordverdächtiges Quantenvolumen (QV) von 32.768 erreicht.

Die LYNX-Serie ist das Ergebnis jahrelanger Forschung im Bereich hochpräziser Gatter-Operationen und modernster Ionenfallen-Steuerung. Die neue Serie integriert die firmeneigenen Gatter-Entwicklungen, wodurch die Empfindlichkeit gegenüber Laserfrequenz- und Laserphasenrauschen deutlich reduziert wird und tiefere, komplexere Schaltkreise ermöglicht werden, als dies bisher in einem Rechenzentrumsumfeld möglich war. „Mit der LYNX-Serie erhöhen wir nicht nur die Anzahl der Qubits, sondern perfektionieren auch die Steuerung und reduzieren die Empfindlichkeit“, sagt Dr. Thomas Monz, Wissenschaftler am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und CEO von Alpine Quantum Technologies (AQT). „Das Erreichen dieses neuen Quantum-Volume-Benchmarks beweist, dass unsere Ionenfallen-Architektur der vielversprechendste Weg für industrielle Anwendungen ist, von der Chemie bis hin zur komplexen Logistik.“

Warum das Quantenvolumen wichtig ist

Während die Anzahl der Qubits häufig Schlagzeilen macht, ist das Quantenvolumen eine ganzheitlichere Kennzahl, die die Gatter-Güte, die Konnektivität und die Hardware-Stabilität berücksichtigt. Mit dem Erreichen dieses neuen QV-Meilensteins bringt die LYNX-Serie höhere Algorithmus-Erfolgsraten, sodass Anwender längere Programmsequenzen mit minimalen Fehlern ausführen können; die Serie bleibt in einem standardisierten 19-Zoll-Rack untergebracht und erfordert über die interne Kühlung hinaus keine spezielle kryogene Infrastruktur; und die LYNX-Serie wird bald über die AQT-Cloud und deren Partner verfügbar sein.

Stärkung des europäischen Ökosystems

Die Markteinführung des neuen Systems unterstreicht die führende Rolle von AQT in Europa. Die in Innsbruck entwickelte und hergestellte LYNX-Serie bietet europäischen Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen leistungsstarke Quantensysteme, die Datenhoheit und Datensicherheit gewährleisten. Die ersten Geräte der LYNX-Serie sollen im vierten Quartal 2026 für ausgewählte strategische Partner verfügbar sein; die allgemeine Markteinführung soll kurz darauf folgen.

    Nach oben scrollen