Fünf Personen stehen in einer Reihe, zwei halten eine Urkunde in der Hand.

v.l.: Meduni-Rektor Gert Mayer, Vizerektorin Patrizia Stoitzner, die Projektpartner Marie-Christine Pali und Aaron Jaufenthaler, Vizerektor Gregor Weihs

Mit­tel aus Jubi­lä­ums­s­tif­tung ver­ge­ben

In einem Festakt an der Medizinischen Universität Innsbruck wurden Mitte Dezember Mittel aus der universitären Jubiläumstiftung an ein Kooperationsprojekt von Forschenden beider Innsbrucker Universitäten vergeben. Aaron Jaufenthaler und Marie-Christine Pali entwickeln eine alternative Methode zur Analyse von Bilddaten aggressiver Hirntumore.

Von acht eingereichten Projekten wurde jenes von Aaron Jaufenthaler vom Arbeitsbereich Elektrotechnik am Institut für Mechatronik ausgewählt. Er wird das Projekt gemeinsam mit Marie-Christine Pali von der Universitätsklinik für Radiologie an der Medizinischen Universität durchführen. Das Vorhaben wird mit rund 28.000 Euro aus Mitteln der Jubiläumsstiftung gefördert.

Im Fokus des geförderten Projekts stehen aggressive Hirntumore wie das Glioblastom. Diese haben eine schlechte Prognose und treten häufig erneut auf. Nach einer Strahlentherapie ist es anhand von MRT-Aufnahmen oft schwer zu unterscheiden, ob ein Tumor wirklich weiterwächst oder ob sichtbare Veränderungen nur Folgen der Behandlung sind. Die Kontrastmittel-Clearance-Analyse bietet hier eine Alternative. Sie untersucht, wie schnell ein Kontrastmittel aus dem Gewebe verschwindet, und kann diese, für die Therapie wichtige Unterscheidung verbessern. Das nun geförderte Projekt entwickelt dafür eine frei verfügbare Software, die MRT-Bilder quantitativ auswertet und verlässliche Zahlen liefert. Evaluiert wird die Methode mit vorhandenen klinischen Daten der Medizinischen Universität, um Therapieentscheidungen in Zukunft besser zu unterstützen.

Die Jubiläumsstiftung

Zur 300-Jahr-Feier ihrer Gründung wurde von der Universität Innsbruck 1969 ein „Jubiläumsfonds“ eingerichtet. Zusätzlich zur finanziellen Absicherung der Jubiläumsfeierlichkeiten setzte man sich das Ziel, mit den Erträgen dieser Stiftung Forschung und Lehre an der Universität zu fördern. Die Mittel aus dem Fonds wurden inzwischen in eine Stiftung überführt, aus der dem Fördergedanken entsprechend wissenschaftliche Kooperationsprojekte der beiden Universitäten gefördert werden. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus Vizerektor Gregor Weihs, Vizerektorin Patrizia Stoitzner von der Medizinischen Universität und dem Leiter der Finanzabteilung, Fabian Kaiser, zusammen. Die nächste Ausschreibung ist für 2027 geplant.

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