Bachelorstudium Erdwissenschaften
Du bist gerne draußen unterwegs und möchtest lernen, wie die Landschaft um dich als System funktioniert?
Vielleicht ist dann ein Bachelor in Erdwissenschaften das Richtige für dich.
Im Bachelorstudium Erdwissenschaften beschäftigst du dich mit Gesteinen, Bergen, Gletschern, Ozeanen und dem Klima. Du lernst dabei, wie diese unterschiedlichen Teile des Systems Erde zusammenspielen, um die Welt zu schaffen, wie wir sie heute sehen.
Erdwissenschaftler:innen sind Allrounder. Neben Vorlesungen zu Themen wie Geophysik, Geochemie und Geoinformatik erwarten dich auch zahlreiche Exkursionen und Kartierungsübungen sowie Laborpraktika. Du arbeitest sowohl theoretisch als auch praktisch an der Schnittstelle verschiedenster Disziplinen.
Der Bachelor Studiengang in Erdwissenschaften dauert 6 Semester und beinhaltet Module im Gesamtumfang von 180 ECTS Punkten. Davon sind insgesamt 60 ECTS Punkte in freien Wahlfächern, fachspezifischen Wahlfächern und deiner selbstständigen Forschungsarbeit im Rahmen von zwei Bachelorarbeiten zu absolvieren.
Aufbau
Das Curriculum deckt ein weites Themenfeld ab. Das erste Semester liefert naturwissenschaftliche Grundlagen und bietet zudem einen ersten Ausblick auf die Themenfelder, die im weiteren Studienverlauf auf dich warten. Diese beinhalten neben spannenden Forschungsfeldern aus Geologie und Mineralogie auch angewandte Themen aus Wirtschaft und Technik wie etwa Hydrogeologie, Ingenieurgeologie und Materialwissenschaften.
Das letzte Studienjahr ist auf maximale Flexibilität ausgelegt. Dadurch kannst du dich deinen individuellen Interessen entsprechend spezialisieren, sei es auf einem Forschungsgebiet, das dir besonders gut gefällt oder auch durch ein Praktikum in einem geowissenschaftlichen Betrieb.
Den empfohlenen Studienverlauf findest du hier.
Die Gesamtfassung des Curriculums findest du hier.
Sprache
Die generelle Unterrichtssprache ist Deutsch. Es wird jedoch im Rahmen diverser Lehrveranstaltungen darauf Wert gelegt, dass du regelmäßigen Kontakt mit Englisch als Fachsprache hast und somit auch beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere mit auf den Weg bekommst.
Voraussetzungen für das Bachelorstudium Erdwissenschaften
Für die Einschreibung in das Bachelorstudium Erdwissenschaften an der Universität Innsbruck wird ein Maturaabschluss oder ein entsprechendes Äquivalent (z.B. Abitur) benötigt.
Da die Unterrichtssprache im Bachelorstudium Deutsch ist, benötigen Studienanwärter:innen, welche nicht deutsche Muttersprachler:innen sind, zusätzlich einen Nachweis über Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau B2 bei der Zulassung.
Z.B.
- Reifezeugnis einer deutschsprachigen Schule (mit Unterrichts- und Prüfungssprache Deutsch) bzw. einer österreichischen oder deutschen Auslandsschule
- Abschluss eines mindestens dreijährigen Studiums an einer postsekundären Bildungseinrichtung mit Deutsch als Unterrichtssprache
- Erfolgreiche Absolvierung der Ergänzungsprüfung Deutsch im Rahmen des Vorstudienlehrganges zur Vorbereitung auf Ergänzungsprüfungen an einer österreichischen Universität
Genauere Informationen bitte der Seite der Studienabeilung entnehmen: Sprachnachweise für die Zulassung
Zur Informationsseite der Studienabteilung zum Studium Erdwissenschaften: Studienblatt BSc Erdwissenschaften
Bewerbung
Weitere Details zum Bachelorstudium der Erdwissenschaften an der Universität Innsbruck findest du auf der Studieninformationsseite der Studienabteilung.
Wenn du weiter unten auf "Online bewerben" klickst, gelangst du zum Anmeldeassistenten der Universität Innsbruck, wo dir alles über die zur Inskription benötigten Dokumente und Formulare erklärt wird.
Studienvertretung Erdwissenschaften
Ansprechpartner für allgemeine Fragen rund um das Studium - Erreichbar unter Stv-erdwissenschaften-oeh@uibk.ac.at
Das Buddy Mentoring System
Für das Bachelorstudium Erdwissenschaften steht nun auch ein Buddy Mentoring System zur Verfügung, das dir vor allem den Studienanfang erleichtern soll. Infos dazu findest du hier.
Studienabteilung
Ansprechpartner für Informationen zur Einschreibung (Inskription)
Studienabteilung: Kontakt und Information
Studienbeauftragter
Ansprechpartner für Fragen betreffend Anrechnungen und Prüfungen
assoz. Prof. Dr. Jasper Moernaut
Studienbeauftragter für Erdwissenschaften
Institut für Geologie, Bruno-Sander-Haus,
Innrain 52f, 3. Stock, Raum 6O 311
Highlights
- Viele Exkursionen und Geländeübungen
- Möglichkeiten für Praktika in der Privatwirtschaft
- Individuelle Spezialisierung durch 40 ECTS in Wahlmodulen
- Aktive Teilnahme an der Forschung der Arbeitsgruppen am Institut für Geologie und am Institut für Mineralogie & Petrographie zu spannenden Forschungsthemen
Erdwissenschaften in Bildern
Die Bildergalerie zeigt Fotos aus dem Studium Erdwissenschaften am Institut für Geologie der Universiät Innsbruck.
Ist das was für mich?

Beim Studium der Erdwissenschaften handelt es sich um ein naturwissenschaftliches Studium. Dies bedeutet nicht, dass du ausgezeichnete Kenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie benötigst, um das Studium erfolgreich abschließen zu können, da die Grundlagen zu Beginn des Studiums nochmals vermittelt werden. Viel wichtiger als deine Schulnoten oder bereits vorhandenen Grundlagen ist, dass du Spaß an naturwissenschaftlichen Fragen hast und dich zum Beispiel während der Schule für natürliche Prozesse wie Naturgefahren, Evolution oder anorganische Chemie begeistern konntest.
Weiterhin sind Exkursionen ein größerer Bestandteil des Studiums. Da sich die Universität Innsbruck mitten in den Alpen befindet, wird der Großteil der Exkursionen im Alpenraum stattfinden. Eine überdurchschnittliche Sportlichkeit, Trittfestigkeit oder Schwindelfreiheit wird dabei nicht vorausgesetzt. Für ein Erdwissenschaftliches Studium ist es allerdings von Vorteil, wenn du gerne in der Natur unterwegs bist und zum Beispiel Spaß daran hast einfache Wanderungen auf blauen und roten Wanderwegen über einige hundert Höhenmeter zu absolvieren.

Du willst wissen, was dich im Studium wirklich erwartet? In den Podcasts erzählen unsere Wissenschaftler:innen verständlich und nahbar von ihrer Forschung und ihren Projekten.
Dekan Univ.-Prof. Mag. Dr. Christoph Spötl im Podcast Zeit für Wissenschaft:
assoz. Prof. Dr. Gina Elaine Moseley talks about speleology (caves) with Alie Ward:
Ologies podcast on Speleology
Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser im Podcast Zeit für Wissenschaft:
Anna-Katharina Sieberer, MSc im Greenhorn Podcast:
Analogmodellierung in der Geologie - Mit Sand und Silikon die Dolomiten simulieren




Du möchtest noch mehr erfahren? Mehr über unsere Labore, Wissenschaftler:innen und Forschung aus den Medien:
Das österreichweit erste Labor für Uran-Thorium-Datierungen
Neue Maßstäbe in geowissenschaftlicher Forschung
Michael Meyer: „Die Vermessung der Tiefenzeit" (Gewinner Science Slam Innsbruck 2019)
Jürgen Konzett (Institut für Mineralogie und Petrographie) über den spektakulären Fund eines Eisenmeteorits nahe Innsbrucks
Paläoklimatologin und Speläologin Gina Moseley berichtete in einem Seminar von ihren Expeditionen in entlegene Höhlen Nordgrönlands
Schon als 13-Jährige kletterte Gina Moseley in Höhlen. Heute erforscht sie die Klimageschichte der Arktis anhand von Höhlenablagerungen.
Jasper Moernaut über den Überaschungsfund im Untergrund des Achensees
Erdbeben-Bruchzone im Achensee gefunden
Jasper Moernaut über Starkbeben als Auslöser für Bergstürze am Fernpass und am Tschirgant
Past earthquakes triggered large rockslides in the Eastern Alps
Arne Ramisch über die Austrian Core Facility und Core Logging Science Applications
Arne Ramisch über Sedimentkerne vom Nil
Aus historischen Nil-Überschwemmungen für die Zukunft lernen
Michael Strasser über Erdbeben in der Tiefsee
Erdbeben bringen Leben in die Tiefsee
Michael Strasser: 50 Tage auf hoher See
Japangraben: Tiefsee-Expedition bricht zwei Rekorde
Michael Strasser im Interview über die Expedition IODP 386
Eine Reise bis (fast) zum Mittelpunkt der Erde
Gina Moseley, Gabriella Koltai und Jon Baker
Arktis im Wandel: Grönlands Höhlen bewahren ein uraltes Klimaarchiv
Christoph Spötl, Gina Moseley und Patric Simões Pereira
The Herbert W. Franke Lab - new clean room laboratory
Gina Moseley
Greenland caves: Time travel to a warm Arctic
Gabriella Koltai und Christoph Spötl im Video
Die Suche nach den Eiszeugen - Höhlen-Karbonate zeigen frühere Klimaveränderungen
Gabrialla Koltai im Video
Christoph Spötl im Video
Höhlenforschung in den Dolomiten
Christoph Spötl - Tropfsteine lösen Rätsel
Untergang der Liangzhu-Hochkultur durch Klimaveränderung verursacht
Christoph Spötl - Geochemische Signaturen in den Kalkablagerungen
Hygienische Bedingungen in Pompejis frühen Bädern waren schlecht
Anna Rogowitz im Interview
Charlotte Pizer im Video
Earthquake Evidence from Sediment Cores
Charlotte Pizer im Interview
Why 2011 Tsunami In Japan Was So Intense
Charlotte Julia Honiat in einer Dokumentation für den deutsch‑französischen Sender ARTE
Am Ende der Welt: Eine Insel in Patagonien
Charlotte Pizer über das Erdbebenrisiko in Zentral-Neuseeland
Clifford Patten vom Institut für Mineralogie und Petrographie über die Rolle von Vulkanen für kritische Metalle wie Kupfer, Nickel oder seltene Elemente
Roland Stalder vom Institut für Mineralogie und Petrographie über "Das Zwei-Millimeter-Archiv"
„Sand entsteht nicht nur aus Gestein, Sand kann auch zu Gestein werden."
Clivia Hejny vom Institut für Mineralogie und Petrographie über die Veränderung von Mineralen unter extrem hohem Druck
Zum ORF Artikel: Extremer Druck und glühende Hitze
Innsbrucker stellen Mineral „Kahlenbergit“ vor - Wissenschaftlich untersucht und beschrieben haben das neue Mineral Biljana Krüger und Hannes Krüger vom Institut für Mineralogie und Petrographie der Universität Innsbruck.
Es gibt ein neues Mineral: Kahlenbergit - Artikel DerStandard
Aus der Bachelorarbeit in die Praxis: Stephanie Benischke entwickelte mit der Expertise von Prof. Christoph Spötl das Konzept für den „Geo.Weg Achensee“
Portraits unser Lehrenden
assoz. Prof. Dr. Michael Meyer im Video
assoz. Prof. Dr. Jasper Moernaut im Video
Dr. Arne Ramisch im Video
assoz. Prof. Dipl.-Geow. Dr. Bastian Christoph Joachim-Mrosko im Video
Ass.-Prof. Dr. Clifford Patten im Video
Und danach?
Nach dem Studium arbeiten Erdwissenschaftler:innen als beratende Geolog:innen in Ingenieursbüros, im öffentlichen Dienst oder bei Umweltschutzorganisationen. Weitere große Betätigungsfelder liegen im Energiesektor und natürlich in Wissenschaft und Forschung.
Unsere Absolvent:innen triffst du als Geotechniker:innen, Geolog:innen, Laboranalytiker:innen, Forscher:innen, Landesgeolog:innen, Geophysiker:innen, Werkstofftechniker:innen und vieles mehr.
Das offizielle Absolvent:innen Tracking der Universität Innsbruck zeigt, in welche Berufsfelder Studierende nach dem Studienabschluss einsteigen. (Erdwisseschaften Factsheet Fächergruppe)
Natürlich kannst du dein Studium auch mit einem Master fortsetzen.










