Walter und Ewald Guth

Walter Guth

 

Persönliche Daten

* 26. Juli 1904, Hohenelbe/Tschechien
† 20. November 1963, Innsbruck

 

Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte

o.J. Architekturstudium (bei Peter Behrens und Clemens Holzmeister) an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1927 Abschluss des Studiums
1932 Ziviltechnikerprüfung, Wien

 

Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit

ab 1931 gemeinsames Büro mit Ewald Guth, Innsbruck
1945–1949 Berufsverbot
1949 Ansuchen um Verleihung der Architektenbefugnis

 

Mitgliedschaften

1933 Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP
1938 Parteieintritt NSDAP

 

Stellenwert

Nach dem Studienabschluss realisierte Walter Guth vor allem kleinere Projekte wie Umbauten und Innenausstattungen. In Entwürfen aus dem Jahre 1927 wird eine starke Anlehnung an den Lehrmeister Clemens Holzmeister ersichtlich. Zusammen mit seinem Bruder Ewald gewannen sie den Wettbewerb zum Landhauserweiterungsbau, an dem auch Architekten wie Franz Baumann, Wilhelm Stigler, Hans Feßler und Alfred Matuella teilnahmen. Nach dem Krieg erhielt Guth ein Berufsverbot, welches 1949 mit einem Ansuchen um Verleihung der Architektenbefugnis aufgehoben wurde.

 

Werke (Auswahl)

1926–1927 Schulhaus, Kelchsau/Hopfgarten
1929 Umbau Hotel Klosterbräu, Seefeld in Tirol
1929 Umbau Steinacher Hof, Steinach
um 1930 Wohn- und Geschäftshaus Riml, Telfs
1933 Wohn- und Geschäftshaus Perntner, Jenbach
1934 Entwurf Autobahnhof Boznerplatz, Innsbruck (zusammen mit Ewald Guth)
1936 Umbau Café Munding, Innsbruck (zusammen mit Ewald Guth)
1936 Umbau Arlbergerhof, Innsbruck (zusammen mit Ewald Guth)
1936–1937 Anbau Haus Haas, Telfs
1938–1941 Landhauserweiterungsbau, Innsbruck (zusammen mit Ewald Guth)
1941 Wohnbau (ehem. NSV-Schwesternheim), Innsbruck/Saggen
1941–1945 Hochbauten Molybdän-Bergwerk Innervals, St. Jodok
1951 Bürohaus Sautter & Co, Innsbruck
1960 Sparkasse, Imst

 

Sekundärquellen

  • Mathies, Christian; Strobl, Hilde: Vom Gauhaus zum Landhaus : ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte; Innsbruck 2021
  • Achleitner, Friedrich: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert : ein Führer in drei Bänden, Band 1 Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg; Salzburg/Wien 1980
  • Hölz, Christoph; Tragbar, Klaus; Weiss, Veronika (Hrsg.): Architekturführer Innsbruck; Innsbruck 2017
  • Rumer, Wilhelm: Um Innsbrucks Zukunft; in: Neueste Zeitung vom 4. Oktober 1936,Nr. 228, S. 5
  • Rumer, Wilhelm: Die Innsbrucker Zukunft; in: Volks-Zeitung vom 5. Oktober, Nr. 229, S. 5

 

 

Ewald Guth

 

Persönliche Daten

* 15. August 1907, Hohenelbe/Tschechien
† 27. Juni 1985, Innsbruck

 

Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte

1926 Reifeprüfung an der Staatsgewerbeschule, Innsbruck
1928–1931 Architekturstudium (bei Clemens Holzmeister) an der Akademie der Bildenden Künste, Wien

 

Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit

vor 1928 Bauzeichner Brückenbauamt, Innsbruck sowie Polier bei einer Baufirma, Seefeld
ab 1931 gemeinsames Büro mit Walter Guth, Innsbruck

 

Mitgliedschaften

1933 Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP
1938 Parteieintritt NSDAP

 

Stellenwert

Bevor Ewald Guth sein Studium in Wien begann, arbeitete er als Bauzeichner im Innsbrucker Brückenbauamt und als Polier bei einer Baufirma in Seefeld. 1931 erfolgte der Einstieg ins Architekturbüro seines Bruders Walter Guth. Zusammen mit seinem Bruder Ewald gewannen sie den Wettbewerb zum Landhauserweiterungsbau, an dem auch Architekten wie Franz Baumann, Wilhelm Stigler, Hans Feßler und Alfred Matuella teilnahmen. Ewald Guth plante 1940 den Umbau der Villa Schindler (die von Hugo Schindler unter Druck der NSDAP zu einem geringen Preis verkauft wurde) zum Wohnsitz von Bauleiter Franz Hofer. Nach dem Krieg entwarf Ewald Guth auch Bühnenbilder fürs Theater.

 

Werke (Auswahl)

1931 Lechbrücke, Pflach/Unterletzen
1936 Lechbrücke, Forchach
1934 Entwurf Autobahnhof Boznerplatz, Innsbruck (zusammen mit Walter Guth)
1936 Umbau Café München, Innsbruck (zusammen mit Walter Guth)
1936 Umbau Café Munding, Innsbruck (zusammen mit Walter Guth)
1936 Umbau Arlbergerhof, Innsbruck (zusammen mit Walter Guth)
1937–1939 Innbrücke, Roppen
1938–1941 Landhauserweiterungsbau, Innsbruck (zusammen mit Walter Guth)
1940 Innenumbau Hotel Altwirt, Innsbruck/Igls
1948 Bebauungsplan Innsbruck
um 1954 Kapelle Christus an der Geißelsäule, Pflach/Unterletzen

 

Sekundärquellen

  • Mathies, Christian; Strobl, Hilde: Vom Gauhaus zum Landhaus : ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte; Innsbruck 2021
  • Achleitner, Friedrich: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert : ein Führer in drei Bänden, Band 1 Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg; Salzburg/Wien 1980
  • Hölz, Christoph; Tragbar, Klaus; Weiss, Veronika (Hrsg.): Architekturführer Innsbruck; Innsbruck 2017
  • Rumer, W.: Um Innsbrucks Zukunft; in: „Neueste Zeitung“, 4. Oktober 1936,Nr. 228, S. 5
  • Rumer, Wilhelm: Die Innsbrucker Zukunft; in: „Volks-Zeitung“, 5. Oktober, Nr. 229, S. 5
  • Buzas, H.: Ein Autobahnhof im modernen Innsbruck, in: „Tiroler Anzeiger“, 8.9.1937
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