Die Restaurierungswerkstatt

Standort

Ágnes-Heller-Haus
4. OG
Innrain 52A
6020 Innsbruck

Die Restaurierungswerkstatt besteht aus mehreren Laborräumen (Keramik- und Metallrestaurierung, Digitalmikroskop), verschiedenen Depoträumlichkeiten und einem Praktikumsraum.

Fester Personalstand

Mitarbeiterinnen Restaurierung

Kathrin Magiera BA

nichtwissenschaftliche Mitarbeiterin
Arbeitszeiten: Mo-Fr. 08.00-16.00

+43 512 507 40859
Kathrin.Magiera@uibk.ac.at

Mag. Barbara Welte

nichtwissenschaftliche Mitarbeiterin
Arbeitszeiten: Mo-Fr. 08.00-16.00

+43 512 507 40811

Barbara.Welte@uibk.ac.at

Mag. Dr. Ulrike Töchterle

Universitätsassistentin, Leitung
Arbeitszeiten: Mo-Fr. 09.00-17.00

+43 512 507 40810

Ulrike.Toechterle@uibk.ac.at

Praktikant*innen

Derzeitige Praktikant*innen

Simone Tembler

Studentische Mitarbeiterin WiSe 2025/2026

Restaurierung verschiedener Objekte aus der Institutssammlung, SoSe 2025

Romina Schwaiger

Digitale Dokumentationsarbeiten an der Elfenbeinpyxis aus Irschen (Betreuung gemeinsam mit Gerald Grabherr und Aydin Abar), WiSe 2024/25 bis SoSe 2025

Elena Hoy

Digitale Dokumentationsarbeiten an der Elfenbeinpyxis aus Irschen (Betreuung gemeinsam mit Gerald Grabherr und Aydin Abar), WiSe 2024/25 bis SoSe 2025

Kathrin Magiera

Dreimonatiges Praktikum im Rahmen der Ausbildung „Konservierung und Restaurierung von archäologischem Kulturgut“ an HTW Berlin (09.-11.2023)

Anja Schön

  • Restaurierung einer Amphore aus Matrei-St. Nikolaus (04.2021-06.2022)
  • studentische Mitarbeiterin

Nicole Arnold

Praktikantin der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaften (WS 2014/15)


Restaurierung der Wandmalereifragmente von Aguntum, Fl. R263-2010/11 im Rahmen des Wahlmoduls „Praxis“, Bachelorstudium Archäologien an der Univ. Innsbruck (03.-07.2017)


Praktikantin "Wandverkleidungen (Marmor) aus Aguntum"


Pierre Heck

Studentische Hilfskraft (MA-Arbeit Bereich Mineralogie und Petrographie) im NWF-Projekt „Rostiges Eisen“ (02.-07. 2017)


Christina Heppke

  • Restaurierung mathematischer Modelle aus der Sammlung des Instituts für Mathematik, Universität Innsbruck (03. 2016)
  • Praktikantin "Bregenz Altgrabung 1913" (03.-04. 2015)

  • Restaurierung div. Eisenfunde aus Mösern-Gföllbichl, VCA-Ehrwald und Podersdorf a. S. (12.2018-6.2019)

  • Restaurierung von 4 eisenzeitlichen Gefäßen aus Hötting, Höhenbühl/Rappenschrofen, Grabung 2016 (10.2017-03.2018)


  • Erstversorgung und Restaurierung der Beigaben aus dem awarenzeitlichen Gräberfeld in Podersdorf a. S./Burgenland, Leitung: Tobias Bendeguz (03.-05.2018)

  • Studentische Hilfskraft im NWF-Projekt „Rostiges Eisen“ (05. 2016 und 11. 2016)

  • Restaurierung mathematischer Modelle aus der Sammlung des Instituts für Mathematik, Universität Innsbruck (03. 2016)

  • Praktikantin "Kylix aus dem Archäologischen Museum der Universität Innsbruck (10. 2015 - 02. 2016)

Irina Huller

Erstversorgung und Restaurierung der Beigaben aus dem awarenzeitlichen Gräberfeld in Podersdorf a. S./Burgenland, Leitung:Tobias Bendeguz (05.-30.09.2016) )


Praktikant "Bregenz Altgrabung 1913" (03.-04. 2015)


Andreas Spornberger

  • Restaurierung der Amphore aus Mühldorf und div. Bronzefunde (Aguntum, Oberlienz-Klosterfrauenbichl). (10.2018-06.2019)

  • Restaurierung von Keramik montanarchäologischer Forschungen des FZ HiMATim Rahmen des Wahlmoduls „Praxis“, Bachelorstudium Archäologien an der Univ. Innsbruck (02.2018-laufend)

  • Erstversorgung der Funde aus den Lehrgrabungen 2019 (09.2019-02.2020).

Vincent Tsiobanidis

Praktikant "Bregenz -Böckleareal" (02.-04. und 09. 2014)


Studentische Hilfskraft (BA-Arbeit) im NWF-Projekt „Rostiges Eisen“ (08.2016; 02.2017; 08.2017)


Restaurierung der Wandmalereifragmente von Aguntum, Fl. R263-2010/11 im Rahmen einer Bachelorarbeit, Institut für Archäologien an der Univ. Innsbruck (03.-07.2017)


Restaurierung der Wandmalereifragmente von Aguntum, Fl. R263-2010/11 im Rahmen des Wahlmoduls „Praxis“, Bachelorstudium Archäologien an der Univ. Innsbruck (03.-07.2017)


Reinigung der Ägyptisch Blau-Funde aus Aguntum, Fl. R289-2013 (12.2017-01.2018)

Paulina Emslander

Fundversorgung und Dokumentation Oberlienz-Klosterfrauenbichl m Rahmen des Wahlmoduls „Praxis“, Bachelorstudium Archäologien an der Univ. Innsbruck (10.-12.2018)

Geschichte

Die Restaurierungswerkstatt in ihrer heutigen Funktion ist nach dem Zusammenschluss des Instituts für Klassische und Provinzialrömische Archäologie und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie im Jahr 2010 aus zwei autonom arbeitenden Restaurierungswerkstätten zusammengewachsen:

Im Jahre 1955 nahm Maria Dawid ihre Tätigkeit als Restauratorin am ehemaligen Institut für Klassische Archäologie auf. Sie gründete nach zehnjähriger Betreuung der Abgüsse im sogenannten Gipsmuseum erstmals 1965 eine eigene Restaurierungswerkstatt zur Betreuung der Exponate. Zu ihren Verdiensten zählen unter anderem auch die Einführung von Lehrveranstaltungen zur Restaurierung von Bodenfunden und antiken Arbeitstechniken im Rahmen des Archäologie-Studiums. Nach ihrer Pensionierung im Sommer 1991 wurde die wissenschaftliche Stelle mit Silvia Reyer-Völlenklee nachbesetzt (01.01.1992), die bereits seit Ende der 80er Jahre immer wieder bei diversen Restaurierungen mitwirkte. Die stetig ansteigenden Fundmengen der institutseigenen Grabungen im In- und Ausland veranlassten unter der Ägide von Elisabeth Walde im Herbst 1992 die Anstellung einer zweiten Restauratorin, Barbara Welte, und die Adaptierung eines neuen Standortes: Der Umzug der Werkstätte vom Universitätshauptgebäude am Innrain in die Templstraße 22 erfolgte im August 1996 und ermöglichte durch die nun verfügbaren größeren Räumlichkeiten die Neuausstattung der Werkstätte mit innovativen technischen Gerätschaften für modernste Restaurierungsmethoden, beispielsweise einer Natriumsulfitentsalzungsanlage für Massenfunde aus Eisen. Außerdem boten diese Räumlichkeiten nun auch die einmalige Gelegenheit, einen dreijährigen Wahlfachstudiengang (WiSe 2003/04 bis SoSe 2006) durchzuführen, der die Restaurierung aller Materialgattungen archäologischer Fundkomplexe umfasste.

Dawid_und_Reyer-Voellenklee
                       Dr. Maria Dawid und Mag. Silvia Reyer-Völlenklee (1992)

Am ehemaligen Institut für Ur- und Frühgeschichte gelang es 1978 Gerhard Tomedi ebenfalls eine kleine Restaurierungswerkstätte zu etablieren, die dann später Gerhard Sommer übernahm (1991-2018). Neben der Betreuung der Ausgrabungen des Instituts und Restaurierung der anfallenden Bodenfunde spezialisierte sich diese Werkstätte auf die Konservierung mittelalterlicher und neuzeitlicher Fundobjekte. Auch hier legte man Wert auf die praktische Wissensvermittlung im Umgang mit archäologischen Funden und veranstaltete für die Studierenden des Instituts ebenfalls Lehrveranstaltungen zur Restaurierung insbesondere von Keramik. Inzwischen ist diese Zweigstelle in die Labore am Standort Templstraße eingegliedert. Nach der Pensionierung von Reyer-Völlenklee übernahm im Jahre 2013 Ulrike Töchterle die Leitung der zusammengelegten Labore.

Von 2020-2025 verstärkte die Restauratorin Verena Heisters, Absolventin des ehemaligen dualen Bachelorstudiengangs ‚Archäologische Restaurierung‘ am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz, das Team. Ein einschneidendes Ereignis stellte die Übersiedlung im Jahr 2023 dar: Sowohl die Werkstatt in der Templstraße als auch das Institut mit der umfangreichen Sammlung von Abgüssen und den Funddepots am Langen Weg wurden in das neu errichtete Agnes Heller Haus am Campus Innrain verlegt. Dieser Umzug war mit erheblichen logistischen und organisatorischen Herausforderungen verbunden, da nicht nur die empfindlichen Objekte, sondern auch die gesamte technische Infrastruktur sicher transferiert und neu eingerichtet werden mussten. Der Prozess zog sich über etwa ein Jahr hin, ehe der reguläre Betrieb in vollem Umfang wieder aufgenommen werden konnte. Die räumliche Zusammenführung von Werkstatt und Institut an einem Standort bringt nun zahlreiche Vorteile mit sich, da die Koordination zwischen den verschiedenen Forschungsprojekten deutlich verbessert und die Abläufe durch logistische Erleichterungen effizienter gestaltet werden können. Zudem verfügt das Institut nun über einen eigens eingerichteten Praktikumsraum, der beispielsweise für Lehrveranstaltungen zur experimentellen Archäologie oder den Restaurierungsübungen genutzt wird und unmittelbar an die Werkstatt angegliedert ist, wodurch die Verzahnung von Lehre und praktischer Arbeit weiter gestärkt wird.

Seit 2025 bereichert Kathrin Magiera, die ihr Studium der „Konservierung und Restaurierung von archäologischem und historischem Kulturgut“ an der HTW Berlin abgeschlossen hat, unsere Werkstatt und erweitert deren Kompetenzspektrum.

Für das Verständnis archäologischer Objekte ist es nicht nur von Bedeutung, Grenzen und Möglichkeiten der Konservierung zu kennen, sondern auch Herstellungstechniken und Gebrauchsspuren zu begreifen. Daher versteht sich die Restaurierung als Schnittstelle zwischen der Sicherung und der Interpretation von Befunden am Objekt. Aus diesem Verständnis heraus war und ist es bis heute stets ein großes Anliegen der Restaurierungswerkstätten, den Studierenden der Archäologie die so dringend erforderlichen Einblicke in den sachgerechten Umgang mit Bodenfunden zu ermöglichen. Dies beinhaltet die Bereiche Keramik & Glas, Metall, Formenbau & Abgusstechnik, Mosaik & Wandmalerei, organische Materialien sowie Steinrestaurierung, Museologie, Digitalmikroskopie und experimentelle Archäologie.

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