Herzlich willkommen im Botanischen Garten des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck!

Seit über 100 Jahren befindet sich der Botanische Garten nunmehr in Hötting und ist nicht nur unverzichtbar als Lehr- und Forschungsstätte des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck, sondern auch Bildungs- und Erholungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Über 7000 Pflanzenarten aus den verschiedensten Lebensräumen der Erde werden hier kultiviert.

In dem etwa 2 ha großen Areal können Sie im Alpinum Gebirgspflanzen bewundern, Ihr Wissen um Heil-, Gift und Gewürzpflanzen erweitern oder im Park spazieren gehen. In unserem Duft- und Tastgarten kann man Pflanzen mit allen Sinnen erfahren. In den Schauhäusern erfahren sie mehr über tropische Regenwälder und subtropische Trockengebiete.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Werden Sie Mitglied beim Verein der Gesellschaft des Botanischen Gartens und unterstützen  Sie die vielfältige Arbeit des Gartens und ausgewählte Projekte!

 

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Die Pflanze des Monats

Pflanze des Monats Juni 2017

Echte Engelwurz – Angelica archangelica    Doldenblütler (Apiaceae)

Die Echte Engelwurz stammt ursprünglich aus Nordeuropa und wächst dort entlang von Flussufern und in feuchten Wiesen, wo sie bis 2,5 m hoch werden kann. Sehr auffällig sind die für Doldenblütler typischen Blüten- und Fruchtstände.

Die Echte Engelwurz wird seit dem 14. Jh in den Klostergärten Mitteleuropas kultiviert. Im Mittelalter wurde sie gegen die Pest eingesetzt und zum Schutz gegen Dämonen, Hexen und den Bösen Blick am Körper getragen, was beinahe zu ihrer Ausrottung führte.

Der Legende nach soll die Pflanze dem Menschen von einem Engel gezeigt worden sein.

Als pharmazeutisch wirksame Droge wird „Angelicae radix“ verwendet, also die Wurzel. Diese schmeckt zuerst aromatisch, dann scharf, bitter und anhaltend brennend, ihr Geruch ist stark würzig. Zurückzuführen ist dies u.a. auf Ätherische Öle (v.a. β- und α- Phellandren), Sesquiterpene, bitter schmeckende Lactone, Cumarine und Furanocumarine.

Die Wirkung all dieser Inhaltsstoffe ist eine Anregung der Magensaft-, Galle- und Pankreassekretion, krampflösend und entzündungshemmend. Dementsprechend wird die Pflanze hauptsächlich bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen verwendet. Außerdem wird sie gerne zur Herstellung von Kräuterschnäpsen und Bitterlikören genutzt.

Warnung: Die Furanocumarine lösen in Verbindung mit Sonnenlicht photoxische Reaktionen aus!

Die Echte Engelwurz ist in unserem Heil- und Giftpflanzenrevier nicht zu übersehen.


 

 

 

 

 Angelika Habitus

Angelika Blühende Dolde