Herzlich willkommen im Botanischen Garten des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck!

Seit über 100 Jahren befindet sich der Botanische Garten nunmehr in Hötting und ist nicht nur unverzichtbar als Lehr- und Forschungsstätte des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck, sondern auch Bildungs- und Erholungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Über 7000 Pflanzenarten aus den verschiedensten Lebensräumen der Erde werden hier kultiviert.

In dem etwa 2 ha großen Areal können Sie im Alpinum Gebirgspflanzen bewundern, Ihr Wissen um Heil-, Gift und Gewürzpflanzen erweitern oder im Park spazieren gehen. In unserem Duft- und Tastgarten kann man Pflanzen mit allen Sinnen erfahren. In den Schauhäusern erfahren sie mehr über tropische Regenwälder und subtropische Trockengebiete.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Die Pflanze des Monats

 

Pflanze des Monats September 2018

Rot-Buche – Fagus sylvatica

Buchengewächse (Fagaceae)

 

Die Rot-Buche, umgangssprachlich oft auch nur Buche genannt, ist eine der wichtigsten Baumarten unserer Wälder. Sie bevorzugt schwach saure bis kalkreiche Böden und atlantisches, also feuchteres Klima. Sie bildet reine Buchenwälder und auch Buchenmischwälder aus, die die typische natürlich Waldvegetation der Tieflagen in Mittel- und Westeuropa sind. In den Bergwäldern tritt sie gemeinsam mit der Fichte und der Tanne auf.


Die Buche ist eine Schattenbaumart, was bedeutet, dass sie zum Keimen relativ wenig Licht benötigt. Sie wird erst im Alter von etwa 30 Jahren erwachsen und blühfähig. Männliche und weibliche Blüten sind auf einem Baum zu finden, aber in getrennten Blüten. Sie erscheinen im Frühjahr gleichzeitig mit den Blättern.


Die Buche wächst zu einem mächtigen Baum heran, der bis zu 45 m hoch werden kann und über 200 Jahre alt. Besonders attraktiv ist ihre Herbstfärbung von gelb bis rotbraun. Im Winter wiederum sind die langen spindelförmigen Knospen und die hellgraue Borke ein gutes Erkennungszeichen. Für Gärten wurden zahlreiche Kulturformen gezüchtet, wie Hänge-Buchen oder Blut-Buchen.


Die dreikantigen Früchte der Buche werden Bucheckern genannt und sind eigentlich Nüsse, die von einem weichstacheligen Fruchtbecher umgeben sind. In diesem Jahr sind besonders viele Früchte an den Bäumen zu sehen: es handelt sich um ein Mastjahr, das alle 5-8 Jahre auftritt.


Die Bucheckern sind eine wichtige Nahrungsquelle vieler Waldbewohner. Auch in der menschlichen Ernährung spielten sie in der Vergangenheit eine Rolle. Sie wurden in Notzeiten zur Herstellung von Öl zum Kochen und zum Befüllen der Lampen verwendet. Auch für die Tiermast wurden sie gesammelt. Bucheckern sind roh leicht giftig. Der für die Giftwirkung verantwortliche Inhaltsstoff Fagin wird beim Rösten zerstört.
Buchenholz ist ein sehr wertvolles Nutzholz, sowohl als Brennholz als auch als Rohstoff für die Möbelindustrie und Chemie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fagus sylvatica

Fagus sylvatica, Früchte und Fruchtbecher

Fagus sylvatica, Stamm