Erna Appelt verab­schiedet

Die Politikwissenschaftlerin Erna Appelt wurde vergangene Woche mit einem Symposium von der Universität verabschiedet. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, ihre Leistungen hervorzuheben und sich bei ihr zu bedanken, darunter die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Frauen, Gabriele Heinisch-Hosek.
appelt_erna_1800x1080.jpg
Bild: Politikwissenschaftlerin Erna Appelt (Credit: Uni Innsbruck)

Die Schar der Gratulantinnen und Gratulanten war groß, als Erna Appelt vergangene Woche in der Claudiana ihre Abschied feierte: Vizerektorin Sabine Schindler und Vizerektor Wolfgang Meixner vertraten die Universitätsleitung, aus der Politik waren die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Frauen, Gabriele Heinisch-Hosek, Landesrätin Christine Baur, Landtagsabgeordnete Gabriele Schiessling sowie mehrere Gemeinderäte aus Innsbruck gekommen, dazu zahlreiche Mitglieder der Forschungsplattform Geschlechterforschung sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät. In ihren Vorträgen stellten Cornelia Klinger, Brigit Sauer und Michaela Ralser den Ist-Stand der Geschlechterforschung dar, würdigten die Beiträge von Erna Appelt und führten aus, wohin die Forschung in Zukunft gehen könnte.

Perspektiven der Geschlechterforschung

Die anschließenden Verabschiedungsworte waren wieder sehr persönlich: Elisabeth Grabner-Niel stellte die kreative Zusammenarbeit mit Erna Appelt bei der Einrichtung des Masterstudiums für Gender, Kultur und Sozialer Wandel dar. Im Anschluss bedankte sich die Leiterin des Instituts für Erziehungswissenschaften, Maria Wolf, für Appelts großes Engagement im Bereich der kritischen Forschung. Sabine Gatt sprach für die Dissertantinnen und Dissertanten und betonte dabei, wie sehr Erna Appelt die zum Teil ungewöhnlichen Perspektiven der Studierenden zielführend unterstützte. Vertreterinnen und Vertreter des Vereins „Netzwerk Geschlechterforschung“, den Erna Appelt 2011 gegründet hat, bauten symbolisch eine Holzbrücke als Verbindung zwischen der Wissenschaft und in der Praxis Tätigen und boten einen kreativen Sprechgesang dar. Darauf folgten noch Worte von Studierenden des Masterstudiums Gender, Culture and Social Change. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen neben Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher, Christine Baur, Nikita Dhawan, Monika Jarosch und Mathilde Schmitt. Beim Abendbuffet mit musikalischer Umrahmung durch zwei Jazzmusikerinnen konnten die Gäste noch lange persönliche Gespräche führen.

Zur Person

Erna Appelt wurde 1951 in Graz geboren und hat an den Universitäten Wien und Salzburg Geschichte und Germanistik studiert. Nach ihrem Studium hat sie zunächst an einem Wiener Gymnasium unterrichtet, 1984 promoviert und 1986-1988 ein postgraduales Studium am Institut für Höhere Studien in Wien absolviert. 1989 ist Appelt an die Universität Innsbruck gekommen, hat sich 1995 für das Fach Politikwissenschaft habilitiert und war seit 1997 außerordentliche Professorin für Politikwissenschaft. 2010 wurde sie zur Universitätsprofessorin ernannt. Appelt hat zahlreiche wissenschaftliche Projekte betreut, an mehreren in- und ausländischen Universitäten gelehrt und zahlreiche Publikationen im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung vorgelegt. 2008 hat sie die Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen mitgegründet und war jahrelang deren Leiterin. Zuletzt war Erna Appelt Vorsitzende des Fakultätsrat der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie sowie stellvertretende Leiterin der interfakultären Forschungsplattform "Geschlechterforschung Identitäten - Diskurse - Transformationen". 2013 wurde sie mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. 


Unileben aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge