Forschungsfeld Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Öffentliche Auftritte: 2. WIRTSCHAFTSHISTORISCHES SYMPOSIUM am 15. und 16. Mai 2008
 
 
 
 


2. WIRTSCHAFTSHISTORISCHES SYMPOSIUM: "Von Körpermärkten"

an der Fakultät für Volkwirtschaft und Statistik
der Universität Innsbruck

Do. 15. Mai 2008, 14.30-17.30, und Fr. 16. Mai 2008, 09.00-12.00, Claudiana (Herzog-Friedrich-Straße 3, 1. Stock)

detailliertes Programm

 

PODIUMSDISKUSSION:"Organknappheit? Wie lösen?"

 Do. 15. Mai 2008, 19.30-21.30, Kaiser-Leopold-Saal (Karl-Rahner-Platz 3, 2. Stock)

weitere Details



Die Inwertsetzung des menschlichen Körpers ist in Zeiten der globalen Liberalisierung von Märkten und der Reformdebatten um Gesundheitssysteme von besonderer Aktualität. Geht es im einen Fall auch um den oft ungenierten Verkauf aus dem „Ersatzteillager Mensch“, geht es im anderen um die Leistbarkeit medizinischer, oft lebensnotwendiger Dienstleitungen.

All dies hat aber auch eine lange Geschichte, aus der man Schlüsse für aktuelle Debatten ziehen kann und die wir bis in die Antike zurückverfolgen wollen. Wir beginnen mit der Diskussion der Wertsteigerung durch Selbstverstümmelung und des Verkaufs von Menschenteilen (mit und ohne Zustimmung der Betroffenen), was beides deutliche Parallelen zu heutigen Entwicklungen aufweist. Wir setzen fort mit der Erinnerung an jüngere (und auch lokale) Geschichte, wenn wir an die Behandlung psychisch kranker Menschen in Tirol noch vor einem Jahrhundert und die noch gar nicht so lange Geschichte der Transplantationsmedizin erinnern. Und wir enden schließlich mit ökonomischen und bioethischen Ausführungen, die auch, aber nicht nur für die aktuelle Versicherungswirtschaft und die Reproduktionsmedizin interessant sein werden.

Ein prominent besetzte Podiumsdiskussion rundet das Programm ab.