Forschungsfeld Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Öffentliche Auftritte: PODIUMSDISKUSSION am 15. Mai 2008

 

 

Einladung (PDF)


PODIUMSDISKUSSION

"Organknappheit? Wie lösen?"

im Rahmen des 2. Wirtschaftshistorischen Symposiums 2008
an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik der Universität Innsbruck

 

15. Mai 2008, 19.30

Kaiser-Leopold-Saal (Karl-Rahner-Platz 3, 2. Stock)


 
 
Organe werden knapp, insbesondere in der entwickelten Welt, wo die Hochleistungsmedizin im Laufe des 20. Jahrhunderts nahezu alles möglich gemacht zu haben scheint. Der „Austausch“ von Herzen, Nieren, Lungen oder anderen Körperteilen ist inzwischen fast schon Routine. Angesichts dieser Möglichkeiten ergibt sich immer stärker eine Differenz zwischen der „Nachfrage“ nach Organen und deren „Angebot“. Zudem erhöhen sich auch ständig die Kosten und Gesundheitsreformen werden nötig.
 
Im Titel dieser Veranstaltung stehen daher nicht zufällig zwei Fragezeichen. Zum einen ist es alles andere als klar, dass es so etwas wie eine „Knappheit“ an Organen gibt: Zwar bleibt unter bestimmten Bedingungen offensichtlich eine Lücke zwischen der Zahl der zur Transplantation verfügbaren Organe und der Zahl der bedürftigen Patientinnen und Patienten, wie etwa teils lange Wartelisten zeigen. Ob gerade in diesem Bereich das Machbare aber auch gemacht werden soll, ist nicht allein eine medizinische und ökonomische Frage, sondern auch eine ethische. So ergeben sich jedenfalls verschiedene Spannungen, die gelöst werden wollen. Dazu zählen etwa das Problem des Zugangs zu Intensivmedizin, in Österreich ebenso wie global, das Problem der Ausbeutung bestimmter Weltregionen als „Ersatzteillager“, was von manchen freilich auch als Chance gesehen wird, oder auch das Problem vom Anfang und vor allem vom Ende menschlichen Lebens.
 
Diese prominent besetzte Podiumsdiskussion will daher sowohl der Frage nachgehen, inwieweit man von „Organknappheit“ sprechen kann, als auch der Frage, wie dieses Problem am besten zu lösen wäre.
 
Es diskutieren unter der Leitung von Ulrike Finkenstedt (ORF Tirol)
  • Erika Feyerabend (Herausgeberin der Zeitschrift BIOSKOP, Essen)
  • Raimund Margreiter (Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie, Innsbruck)
  • Peter Oberender (emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre, Bayreuth)
  • Józef Niewiadomski (Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Innsbruck)