faculty20171201_1800x1080

Entwicklungsplan 2019-2024 | Fakultät für Architektur

Das Rektorat der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck hat nach Stellungnahme des Senats und mit Genehmigung des Universitätsrats vom 28.11.2017 den Entwicklungsplan für die Jahre 2019-2024 erstellt.

Daraus auszugsweise das Kapitel zur Fakultät für Architektur:


[…]

Allgemein

Die Fakultät für Architektur gehört schon seit einigen Jahren zu den besten 50 Architekturausbildungen in Europa. Die Fakultät will diese Position halten und ausbauen. Dazu verbindet sie zukunftsorientierte und gesellschaftlich relevante theoretische und angewandte Forschung in Städtebau, Gestaltung, Hochbau, Architekturgeschichte und -theorie mit einer innovativen forschungsgeleiteten Lehre. Diese Lehre bereitet die Studierenden auf eine berufliche Tätigkeit als Architekt oder Architektin, als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin vor.

Die in hohem und hochrangigem Grade internationale Vernetzung der Fakultätsmitglieder ermöglicht es, den lokalen und regionalen Kontext im globalen Zusammenhang zu diskutieren. Es bestehen mehrere internationale Austauschprogramme für Studierende und Lehrende – sowohl unter dem ERASMUS Programm, als auch bilateral mit u. a. UTA (Arlington/Texas), RMIT (Melbourne), UTS (Sydney) und London MET – die weiterhin gepflegt und ausgebaut werden.

Die aus Unterricht und Forschung resultierenden Aktivitäten und Produkte erfordern und ermöglichen öffentliche Sichtbarkeit durch Publikationen, Ausstellungen und Symposien.

Schon im Rahmen der Bachelorarbeit werden Gebäude entworfen und realisiert, die national und international veröffentlicht werden und wichtige Preise gewinnen. Diese Praxis hat auch in den kommenden Jahren Gültigkeit.

Die wichtigsten neuen Anliegen der Fakultät berühren einerseits die Steigerung des wissenschaftlichen Outputs (insbesondere Zeitschriftenartikel sowie Drittmittelanträge), sowie andererseits Anpassungen der Curricula um die Berufsfähigkeit sicherzustellen (auch unter Berücksichtigung der EU-Directive 2013/55 [Artikel 46]    ).

Forschung

Die unterschiedlichen „Forschungskulturen“ der Fakultät sollen sich verstärkt entwickeln. Einige sollen besser in der universitären Forschungslandschaft eingebettet werden, z. B. durch Beteiligung am Forschungsschwerpunkt „Alpiner Raum – Mensch und Umwelt“ oder in den gerade entstehenden Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen“ und „Austrian Studies“. Die Drittmitteleinwerbung bei forschungsfördernden Institutionen und die auf Architektur ausgelegte internationale Publikationstätigkeit werden weiter intensiviert.

Den Output an Dissertationen zu steigern hat die höchste Priorität. Dazu wird das fakultätsinterne, von den Dissertantinnen und Dissertanten selbst organisierte Forschungskolleg weiterhin unterstützt. Auch der Output des Forschungsinstituts Archiv für Baukunst soll sich klar steigern, vor allem im Bereich der Forschungsanträge und Drittmitteleinwerbung.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, neben der bestehenden universitären Dissertationskultur eine der Disziplin der Architektur angepasste Form von Dissertation klarer zu profilieren. Das Doktoratscurriculum soll überarbeitet werden (Dissertation 150 ECTS). Die Fakultät strebt an, sich beim Europäischen ADAPT-r ITN Programm    (Architecture, Design and Art Practice Training-research) anzuschließen. Das hohe Niveau der angewandten Forschung soll erhalten bleiben. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten der LFUI und industriellen Partnern auf dem Gebiet der Robotik soll weiter gefördert und ausgebaut werden. Daher wird gezielt an der Etablierung einer zentralen Forschungsinfrastruktur für Robotik und digitale Fabrikation gearbeitet, welche Synergien zwischen bestehender und zukünftigen Professuren zugeordneter Infrastruktur erzeugen soll.

Lehre

Die forschungsgeleitete Lehre als Hauptmerkmal der ArchitektInnenausbildung bleibt weiterhin bestimmend. Die Stärken der Fakultät liegen derzeit bei Entwerfen, bei Architekturtheorie und bei Kompetenzen in der Realisierung und Umsetzung – zu sehen z.B. in der Robotik oder bei der realisierten Kunst- und Architekturschule „bilding“   .

Im Sinne der Berufsfähigkeit ist die Fakultät verpflichtet, das Bachelor- und Master-Curriculum gemeinsam als Ganzes zu gestalten. Die Balance im Lehreangebot soll verbessert werden, besonders soll auch der seit 2013 neu aufgenommene Aspekt der Nachhaltigkeit einen erkennbaren Platz bekommen. Nicht zuletzt folgt die Überarbeitung dem fakultätsintern bestehenden Bedürfnis nach besserer Studierbar- und Unterrichtbarkeit.

Wegen des gesetzlichen Auftrages und hinsichtlich der internationalen Konkurrenzfähigkeit ist in einem qualitätsorientierten Architekturstudium dauerhaft eine betreuungsintensive, fundierte und persönliche Betreuung und Begleitung der Studierenden verlangt.

Die Qualitätssicherung im Studium wird weiterentwickelt. Verbindendes Element bleibt – wie es die Architekturpraxis verlangt – die öffentliche Präsentation der Produkte der Studierenden in Ausstellungen, wie auch die Hinzuziehung externer Prüfender in Jurys bei Abschlussprüfungen.

Professuren
Frühester Besetzungszeitpunkt Widmung Bemerkungen
§ 98 Abs. 1 Professuren für die Periode 2019–21
2019 Landschaftsarchitektur
2019 Gebäudelehre, Wohnbau und Entwerfen Nachfolge De Martino
§ 98 Abs. 1 Professuren - Ausblick für die Periode 2022–24
2022 Architekturtheorie Nachfolge Lootsma
2023 Raumgestaltung und Entwerfen Nachfolge Seifert-Kavan
2024 Baugeschichte und Denkmalpflege Nachfolge Tragbar