Weil ich der Meinung bin, dass wir durch das Lesen vielfältiger Texte aus allen möglichen Zeiträumen, ob es nun wissenschaftliche Aufsätze oder Fantasyromane sind, Dinge wie die Welt, die Gesellschaft oder andere Menschen besser verstehen können. Ich habe schon immer unglaublich gerne gelesen und mich dabei zum Teil wohl auch vor der Realität versteckt - diese Möglichkeit, durch eintönig wirkende Buchstaben in interessante Welten mit tollen Charakteren abtauchen zu können, war beeindruckend und verlockend. In der Oberstufe hatte ich dann eine Deutschlehrerin, durch die mir klar wurde, dass dieses Unterrichtsfach nicht nur Erörterungen- schreiben bedeuten muss… dass man durch eine Textanalyse so viel mehr in einem Text erkennen kann als „nur“ die Oberfläche, auch wenn diese noch so trocken erscheint und ich den Text in meiner Freizeit zum Vergnügen wohl nie ganz durchgelesen hätte – so wie es auch bei der Ilias war, die ich fürs Studium lesen musste. Also hatte ich kurz vor meiner Matura in einer Deutschstunde die Idee, einmal Literatur zu studieren…
Toll an diesem Studium ist das Zusammenspiel aus der Beschäftigung mit komplexeren Texten oder Werken und greifbarer erscheinenden Themen, wie Fantasy- Literatur, Podcasts, oder dem Phänomen verschiedener Gattungen. Mit erlangten Grundlagen wie beispielsweise der Textanalyse, der Literaturtheorie und der Kenntnis weltliterarischer Werke, ergibt sich ein vielseitiger Blick auf beliebte „Freizeitliteratur“, sowie auf die Gründe weshalb sie uns so fesselt, welchen ich besonders spannend finde – damit kann ich genau das besser verstehen, was mich am Lesen schon immer so beeindruckt hat.
Besonders ist der Studiengang der Komparatistik in Innsbruck, da alles recht familiär ist und die Studierenden und Lehrenden sich daher untereinander kennen. In den Lehrveranstaltungen merkt man das Interesse und die Begeisterung von beiden Seiten, was zu einer angenehmen Atmosphäre beiträgt, in der es nicht nur um gute Noten, sondern um viel mehr geht.
