Physik News

Hier können Sie die neuesten Nachrichten über die Forschung und Wissenschaftskommunikation des FSP Physik nachgelesen werden.

Fehler­schranken für Quan­ten­si­mu­la­toren

Forschende haben einen Ansatz entwi­ckelt, um die Genau­ig­keit von Quan­ten­si­mu­la­ti­onen zu bestim­men. Das neue Verfahren rekon­stru­iert aus expe­ri­men­tellen Daten nicht nur die Dynamik eines Quan­ten­sys­tems, sondern kann auch die Unsi­cher­heit der daraus abge­lei­teten Vorher­sagen quan­ti­fi­zie­ren. Demons­triert wurde die Zerti­fi­zie­rungs­me­thode an einem Inns­bru­cker Ionen­fallen-Quan­ten­com­puter mit bis zu 51 Qubits.

Prag und Inns­bruck im wissen­schaft­li­chen Austausch

Beim „Joint Meeting Prague–Innsbruck“ kamen Forschende der Univer­sität Inns­bruck, des J. Heyrovský Insti­tute of Physical Chemi­stry und der Univer­sity of Chemi­stry and Tech­no­logy, Prague zusam­men. Zwei Tage lang disku­tierten sie aktu­elle Forschungs­fragen und vertieften beste­hende Koope­ra­ti­o­nen.

Nicht alle Quan­ten­mes­sungen sind gleich

Lange Zeit war es schwierig nach­zu­wei­sen, dass eine Quan­ten­mes­sung mehr leisten kann als eine andere. Physi­ker:innen der Hein­rich-Heine-Univer­sität Düssel­dorf, der Univer­sität Lund und der Univer­sität Inns­bruck haben nun eine einfache Methode entwi­ckelt und expe­ri­men­tell demons­triert, mit der sich bestä­tigen lässt, dass eine bestimmte Klasse von Messungen Eigen­schaften besitzt, die sich mit einfa­cheren Verfahren nicht nach­bilden lassen.

Wolken­bil­dung über den Ozeanen

Meeres­algen setzen große Mengen Dime­thyl­sulfid in die Atmo­sphäre frei, das in der Luft zu Methan­sul­fon­säure und Schwe­fel­säure oxidiert wird. Einer dieser Stoffe – die Methan­sul­fon­säure – wurde in seiner Bedeu­tung für die Wolken­bil­dung bisher stark unter­schätzt. Das zeigt ein inter­na­ti­o­nales Forschungs­team mit Inns­bru­cker Betei­li­gung in der Fach­zeit­schrift Nature.

Neuer Bauplan für exoti­sche Quan­ten­zu­stände

Ein Team um Fran­cesca Ferlaino und Luca Bar­biero hat ein theo­re­ti­sches Modell für ultra­kalte magne­ti­sche Atome entwi­ckelt, mit dem sieben exoti­sche Mate­rie­formen rea­li­siert werden können. Beson­ders bemer­kens­wert ist, dass eine davon topo­lo­gi­sche Ordnung und Supra­lei­tung vereint und poten­zi­elle Anwen­dungen im Bereich des Quan­ten­com­pu­tings bietet. Das Forschungs­team liefert einen detail­lierten Bauplan für die Reali­sie­rung und Detek­tion dieser Phasen unter Verwen­dung vorhan­dener expe­ri­men­teller Tech­ni­ken.

Hypo-Tirol-Preis für aus­ge­zeich­nete Dis­ser­ta­ti­o­nen ver­lie­hen

Im Rahmen eines feier­li­chen Fest­aktes wurden am 19. Mai die Disser­ta­ti­ons­preise der Hypo Tirol Bank verlie­hen. Von Treib­h­aus­ga­se­mis­si­o­nen aus Glet­scher­bä­chen über die Hautal­te­rung bis hin zu Selbst­por­träts der Frühen Neuzeit ­deckten die ausge­zeich­neten Forschungs­ar­beiten ein breites Spek­trum an natur- und geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Themen ab.

Eine neuar­tige kriti­sche Quan­ten­phase

In einer neuen Studie, die in Physical Review Letters veröf­fent­licht wurde, zeigt ein Team um Hanns-Chris­toph Nägerl gemeinsam mit dem theo­re­ti­schen Physiker Alvise Basti­a­nello vom CNRS und der Univer­sité Paris-Dauphine, dass höchst unge­wöhn­liche Quan­ten­zu­stände – soge­nannte „fraktionierte Fermi-Gase“ – expe­ri­men­tell erzeugt werden können.

Auf der Spur der dunklen Materie

Als "­ga­lak­ti­sche Archäo­lo­gie­mis­sion" bezeichnet die Euro­pä­i­sche Weltraum­or­ga­ni­sa­tion ESA die Sonde ARRA­KIHS, die nun vom Wissen­schaftspro­gramm­ko­mitee der ESA ange­nommen wurde. Der Satellit soll das schwache Licht von Halos, die nahe Gala­xien umge­ben, einfangen und damit neue Erkennt­nisse zur Frage liefern, wie Gala­xien wie die Milch­straße entstehen und sich entwi­ckeln. Die Forschungs­gruppe um Fran­cine Mar­leau vom Institut für Astro- und Teil­chen­physik leitet eine der zentralen Arbeits­gruppen der Mission.

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