Gruppenfoto der Teilnehmenden des Joint Meeting Prague–Innsbruck am Campus Technik

Forscherinnen und Forscher aus Prag und Innsbruck beim Joint Meeting Prague–Innsbruck am Campus Technik

Prag und Inns­bruck im wissen­schaft­li­chen Austausch

Beim „Joint Meeting Prague–Innsbruck“ kamen Forschende der Univer­sität Inns­bruck, des J. Heyrovský Insti­tute of Physical Chemi­stry und der Univer­sity of Chemi­stry and Tech­no­logy, Prague zusam­men. Zwei Tage lang disku­tierten sie aktu­elle Forschungs­fragen und vertieften beste­hende Koope­ra­ti­o­nen.

Am 6. und 7. August 2026 fand das „Joint Meeting Prague–Innsbruck“ am Campus Technik der Universität Innsbruck statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Prag und Innsbruck präsentierten aktuelle Ergebnisse und diskutierten neue experimentelle und theoretische Ansätze.

Wenn Strahlung auf Moleküle trifft

Ein Teil des wissenschaftlichen Programms widmete sich dem chemischen Reaktionsverhalten von sogenannten Radiosensitizern: Molekülen, die Tumorzellen empfindlicher gegenüber ionisierender Strahlung machen können und damit die Wirksamkeit einer Strahlentherapie erhöhen sollen. Untersucht wurde insbesondere, wie solche Moleküle mit niederenergetischen Elektronen reagieren, die bei der Wechselwirkung von Strahlung mit Materie in großer Zahl entstehen, und welchen Einfluss die unmittelbare molekulare Umgebung, etwa Wasser, auf diese Reaktionen hat. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit unterschiedlichen molekularen Clustern, Ladungstransfer in solvatisierten Systemen, astrochemischen Fragestellungen sowie neuartigen Konzepten zur Datenspeicherung auf Basis von DNA-Bausteinen.

Getragen wurde das Meeting insbesondere von den Arbeitsgruppen um Milan Ončák, Stephan Denifl und Jaroslav Kočišek. Die Organisation des Meetings wurde von Michael Gatt geleitet, in enger Zusammenarbeit mit Zarah Aigner, Michael Hütter, Lisa Obojes und Gabriel Schöpfer. Vorträge und Posterpräsentationen gaben Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und boten zugleich viel Raum für anregende Diskussionen.

Begegnungen über das Programm hinaus

Auch abseits der Vorträge blieb Zeit für persönliche Gespräche: Eine besonders motivierte Gruppe ließ sich vom wechselhaften Wetter nicht abhalten und unternahm eine kleine Wanderung zur Arzler Alm. Andere Teilnehmende besichtigten Labore am Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik und erhielten so Einblicke in die experimentelle Forschung vor Ort.

Das Treffen knüpfte an die enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsgruppen in Prag und Innsbruck an und eröffnete zugleich neue Perspektiven für gemeinsame Fragestellungen und künftige Projekte.

(Milan Ončák)

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