Innsbruck Physics Research Center News
Hier können Sie die neuesten Nachrichten über die Forschung und Wissenschaftskommunikation des FSP Physik nachgelesen werden.
Ein 120 Jahre altes Rätsel in Heliumtropfen sichtbar gemacht
Wie ordnen sich gleiche elektrische Ladungen auf einer Kugeloberfläche an? Diese Frage stellte Joseph J. Thomson bereits 1904, und sie gilt bis heute als schwieriges mathematisches Problem. Einem Team um den Ionenphysiker Paul Scheier ist es nun gelungen, solche Ladungsanordnungen erstmals direkt abzubilden. Dafür nutzten die Forscher:innen winzige Tröpfchen aus suprafluidem Helium als kugelförmige Labore.
Besuch von Sam Oh an der Universität Innsbruck
Der Besuch von Sam Oh, Professor an der südkoreanischen SKKU in Seoul, eröffnete neue Perspektiven für den universitären Austausch und die Forschungskooperation.
Quantencomputer: Vom Labor in die Anwendung
Beim ersten Quantum Innovation Forum Austria diskutierten am Dienstag vergangener Woche im BTV Stadtforum in Innsbruck Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, wie sich das Potenzial des Quantencomputings in konkrete Anwendungen in Unternehmen und Industrie übersetzen lässt.
FWF bewilligte 18 Projekte
Bei der FWF-Kuratoriumssitzung Ende September wurden 10 Einzelprojekte und 5 ESPRIT-Projekte sowie drei weitere Anträge von Wissenschaftler:innen der Universität Innsbruck genehmigt. Das Fördervolumen beträgt insgesamt über 6 Millionen Euro. Besonders überzeugen konnte das Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik mit zwei ESPRIT-Projekten und einem Schrödinger-Stipendium.
Hans Briegel zum APS-Fellow gewählt
Hans Briegel, Professor am Institut für Theoretische Physik, ist zum Fellow der American Physical Society (APS) gewählt worden. Die APS ist eine US-amerikanische Fachgesellschaft, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1899 der Förderung und Verbreitung des Wissens über die Physik widmet und heute weltweit über 50.000 Mitglieder zählt.
KI: Erinnern hat seinen Preis
KI-Systeme handeln auf der Grundlage von gesammeltem Wissen. Dabei sind ihnen physikalische Grenzen gesetzt, wie Innsbrucker Forscher in einer aktuellen Studie zeigen. Im Rahmen einer Beschreibung der thermodynamischen Grenzen von Informationsverarbeitung liefern sie den mathematischen Beweis dafür, dass Agenten, die mit ihrer Umgebung interagieren, in manchen Fällen nur dann energieeffizient agieren können, wenn sie Informationen wieder vergessen – selbst solche, die ihre Vorhersagen verbessern würden.
In Innsbruck entsteht Prototyp für Quanteninternet
An der Universität Innsbruck entsteht ein Prototyp für das zukünftige Quanteninternet, das Quantenprozessoren über mehrere hundert Kilometer miteinander verbinden wird. Dafür erhalten die heimischen Quantenforscher:innen insgesamt 5,4 Millionen Euro von der EU. Das Projekt wird von der Universität Innsbruck und dem Spin-off AQT im Rahmen der Quantum Internet Alliance (QIA) durchgeführt, einem Konsortium aus über 50 europäischen Forschungspartnern.
Sternensterben im Zeitraffer
Ein internationales Forschungsteam um Astrophysiker Stefan Kimeswenger hat bestätigt: Sakurais Objekt, einer der am schnellsten veränderlichen Sterne, die je beobachtet wurden, ist in eine neue Phase seiner Entwicklung eingetreten. Dies bietet der Wissenschaft die seltene Gelegenheit, das Sterben eines Sterns auf menschlicher Zeitskala mitzuverfolgen.