Innsbruck Physics Research Center News
Hier können Sie die neuesten Nachrichten über die Forschung und Wissenschaftskommunikation des FSP Physik nachgelesen werden.
Nicht alle Quantenmessungen sind gleich
Lange Zeit war es schwierig nachzuweisen, dass eine Quantenmessung mehr leisten kann als eine andere. Physiker:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Universität Lund und der Universität Innsbruck haben nun eine einfache Methode entwickelt und experimentell demonstriert, mit der sich bestätigen lässt, dass eine bestimmte Klasse von Messungen Eigenschaften besitzt, die sich mit einfacheren Verfahren nicht nachbilden lassen.
Wolkenbildung über den Ozeanen
Meeresalgen setzen große Mengen Dimethylsulfid in die Atmosphäre frei, das in der Luft zu Methansulfonsäure und Schwefelsäure oxidiert wird. Einer dieser Stoffe – die Methansulfonsäure – wurde in seiner Bedeutung für die Wolkenbildung bisher stark unterschätzt. Das zeigt ein internationales Forschungsteam mit Innsbrucker Beteiligung in der Fachzeitschrift Nature.
Neuer Bauplan für exotische Quantenzustände
Ein Team um Francesca Ferlaino und Luca Barbiero hat ein theoretisches Modell für ultrakalte magnetische Atome entwickelt, mit dem sieben exotische Materieformen realisiert werden können. Besonders bemerkenswert ist, dass eine davon topologische Ordnung und Supraleitung vereint und potenzielle Anwendungen im Bereich des Quantencomputings bietet. Das Forschungsteam liefert einen detaillierten Bauplan für die Realisierung und Detektion dieser Phasen unter Verwendung vorhandener experimenteller Techniken.
Hypo-Tirol-Preis für ausgezeichnete Dissertationen verliehen
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurden am 19. Mai die Dissertationspreise der Hypo Tirol Bank verliehen. Von Treibhausgasemissionen aus Gletscherbächen über die Hautalterung bis hin zu Selbstporträts der Frühen Neuzeit deckten die ausgezeichneten Forschungsarbeiten ein breites Spektrum an natur- und geisteswissenschaftlichen Themen ab.
Eine neuartige kritische Quantenphase
In einer neuen Studie, die in Physical Review Letters veröffentlicht wurde, zeigt ein Team um Hanns-Christoph Nägerl gemeinsam mit dem theoretischen Physiker Alvise Bastianello vom CNRS und der Université Paris-Dauphine, dass höchst ungewöhnliche Quantenzustände – sogenannte „fraktionierte Fermi-Gase“ – experimentell erzeugt werden können.
Auf der Spur der dunklen Materie
Als "galaktische Archäologiemission" bezeichnet die Europäische Weltraumorganisation ESA die Sonde ARRAKIHS, die nun vom Wissenschaftsprogrammkomitee der ESA angenommen wurde. Der Satellit soll das schwache Licht von Halos, die nahe Galaxien umgeben, einfangen und damit neue Erkenntnisse zur Frage liefern, wie Galaxien wie die Milchstraße entstehen und sich entwickeln. Die Forschungsgruppe um Francine Marleau vom Institut für Astro- und Teilchenphysik leitet eine der zentralen Arbeitsgruppen der Mission.
Hannes Pichler erhält Feltrinelli-Preis
Der Quantenphysiker Hannes Pichler wurde am 12. Juni in Rom mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften geht an Forscher:innen unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben.
Neue Gesichter in der Theoretischen Physik
In dieser Woche hielten zwei neu berufene Professoren für Theoretische Physik ihre Antrittsvorlesung an der Universität Innsbruck: Michael Buchhold und Klemens Hammerer präsentierten ihre Forschungsansätze dem zahlreichen Publikum und gaben Einblicke in ihre Methoden und Forschungsziele.