Innsbruck Physics Research Center News
Hier können Sie die neuesten Nachrichten über die Forschung und Wissenschaftskommunikation des FSP Physik nachgelesen werden.
Bethe-Strings in ultrakalten Atomen beobachtet
Fast ein Jahrhundert nach ihrer Vorhersage durch Nobelpreisträger Hans Bethe hat ein Team um den Quantenphysiker Hanns-Christoph Nägerl sogenannte „Bethe-Strings“ in ultrakalten Atomen beobachtet. Das ultrakalte Gas bietet eine ideale Plattform für die weitere Untersuchung dieser quantenmechanischen Vielteilchenzustände.
Quantencomputer in die Anwendung
Neueste Informationen zur Entwicklung von Quantencomputern und deren Anwendung konnten die Teilnehmer:innen der ersten IBM Quantum Community DACH Watchparty in Innsbruck erfahren. Die Zuhörer:innen nutzen die Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten dieser neuen Technologie auszutauschen und sich mit der lokalen Quantum-Community zu vernetzen.
Drei ERC Starting Grants für Innsbrucker Wissenschaftler:innen
Die Chemikerin Andrea Auer, der Physiker Simon Baier und der Politikwissenschaftler Fabian Habersack von der Universität Innsbruck erhalten jeweils einen ERC Starting Grant – eine hochdotierte europäische Förderung für Nachwuchswissenschaftler:innen im Bereich der Grundlagenforschung.
Ein Quantenlabor für Moleküle
Mit einer Forschungsarbeit im Fachjournal Nature eröffnet ein Team um den Experimentalphysiker Philipp Schindler an der Universität Innsbruck einen neuen Weg zur Vermessung einzelner Moleküle. Über die quantenmechanische Verstärkung des Rückstoßmoments konnte die Forschungsgruppe die Absorption eines einzelnen Photons detektieren und damit ein einzelnes Calciumhydroxid-Molekül vermessen.
Einen Schritt näher am idealen Glas
1948 veröffentlichte der Chemiker Walter Kauzmann experimentelle Daten, die auf die Existenz eines „idealen Glases“ hindeuten könnten: ein hypothetischer vierter Aggregatzustand, bei dem sich ein Festkörper trotz amorpher Struktur im thermodynamischen Gleichgewicht befindet. Mithilfe von Computersimulationen gelang einem Team um den Innsbrucker Physiker Gerhard Jung nun erstmals die Beobachtung eines „Kauzmann-Übergangs“ von einer Flüssigkeit in ein ideales Glas.
Fehlerschranken für Quantensimulatoren
Forschende haben einen Ansatz entwickelt, um die Genauigkeit von Quantensimulationen zu bestimmen. Das neue Verfahren rekonstruiert aus experimentellen Daten nicht nur die Dynamik eines Quantensystems, sondern kann auch die Unsicherheit der daraus abgeleiteten Vorhersagen quantifizieren. Demonstriert wurde die Zertifizierungsmethode an einem Innsbrucker Ionenfallen-Quantencomputer mit bis zu 51 Qubits.
Prag und Innsbruck im wissenschaftlichen Austausch
Beim „Joint Meeting Prague–Innsbruck“ kamen Forschende der Universität Innsbruck, des J. Heyrovský Institute of Physical Chemistry und der University of Chemistry and Technology, Prague zusammen. Zwei Tage lang diskutierten sie aktuelle Forschungsfragen und vertieften bestehende Kooperationen.
Nicht alle Quantenmessungen sind gleich
Lange Zeit war es schwierig nachzuweisen, dass eine Quantenmessung mehr leisten kann als eine andere. Physiker:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Universität Lund und der Universität Innsbruck haben nun eine einfache Methode entwickelt und experimentell demonstriert, mit der sich bestätigen lässt, dass eine bestimmte Klasse von Messungen Eigenschaften besitzt, die sich mit einfacheren Verfahren nicht nachbilden lassen.