Universität Innsbruck

Zusammenarbeit mit Medien

Medien sind häufig auf der Suche nach wissenschaftlichem Know-How und aktuellen Einschätzungen. Je nach wissenschaftlichem Fachgebiet und jeweils aktueller Themenlage sind dabei unterschiedliche Arten von Wissensvermittlung gefragt, einige Grundregeln lassen sich allerdings formulieren – und die treffen sowohl zu, wenn Journalist*innen auf Sie als Forscher*in zukommen, als auch, wenn Sie als Expert*in über das Büro für Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden:

  • Antworten Sie auf Anfragen zeitnah. Das gilt auch, wenn Sie eine Feedback-Schleife vereinbart haben oder eine Anfrage ablehnen.
  • Geben Sie Kontaktdaten weiter, unter denen Sie auch kurzfristig erreichbar sind. 
  • Tageszeitungen legen Themen am frühen Vormittag fest, üblicherweise müssen Beiträge spätestens am Abend fertig sein. Erkundigen Sie sich am besten über die zeitlichen Rahmenbedingungen, noch bevor Sie eine Anfrage annehmen.
  • Es kann passieren, dass unerwartete Ereignisse eintreten, die in den Medien Vorrang haben. Eine Sende- oder Abdruckgarantie für ein geführtes Interview gibt es nicht.

  • Erkundigen Sie sich bei dem*der Journalist*in über mögliche Freigabemöglichkeiten vorab. Eine Komplettfreigabe eines gesamten Beitrags, zu dem Sie einige Wortspenden abgeben, ist unüblich und wird Ihnen in der Regel nicht gewährt. Je nach Vereinbarung kann aber sein, dass Ihnen Ihre direkten Zitate zur Freigabe geschickt werden. Achten Sie hier bei Freigabe auf Textlängen – besonders in Printmedien ist es wichtig, dass Sie keine zusätzlichen Informationen einbauen und den Text so verlängern. 

  • Vereinfachungen bedeuten manchmal auch, dass etwas nicht ganz so exakt dargestellt wird, wie Sie es aus wissenschaftlichen Publikationen kennen. Wenn etwas nicht grundlegend falsch ist, lohnt es sich, mit kleinen Ungenauigkeiten zu leben. Eine eigene Wissenschaftsredaktion gibt es leider nicht bei allen Medien, umfassendes Vorwissen können Sie deshalb nicht zwingend erwarten oder voraussetzen. 

  • Erklären Sie die zentralen Aspekte Ihrer Forschung in einfachen Worten oder fassen Sie zusammen. Beispiele, Vergleiche und Metaphern bieten sich gut zur Erklärung an.

  • Je unkomplizierter die Zusammenarbeit verläuft, desto größer ist die Chance, dass man Sie wieder kontaktieren wird. Wenn Sie bereits mit Journalist*innen zusammengearbeitet haben, können Sie so auch Vertrauen und eine gute Beziehung für zukünftige Zusammenarbeit aufbauen.

Wenn Sie selbst Themen platzieren wollen und Medienvertreter*innen kontaktieren, informieren Sie sich vorab, was sonst noch an tagesaktuellen Themen ansteht. Darüberhinaus unterstützen Sie die Mitarbeiter*innen des Kommunikationsteams jederzeit bei der richtigen Platzierung Ihres Themas in den Medien.