BIU – Tarife

Transparente Tarife für interne und externe Projekte

Die Nutzung der Brain Imaging Unit wird nach transparenten und einheitlichen Tarifen abgerechnet. Dabei wird zwischen universitätsinternen Projekten, externen wissenschaftlichen Kooperationen, sowie Auftragsprojekten unterschieden.

Die konkreten Kosten richten sich nach dem Umfang der benötigten Scanzeit, dem erforderlichen Personaleinsatz und dem gewählten Nutzungsmodell. Eine individuelle Kostenaufstellung wird frühzeitig im Planungsprozess erstellt, damit die finanziellen Rahmenbedingungen bereits bei der Antragstellung und Studienplanung berücksichtigt werden können.

Interne Tarife

Für Forschungsprojekte von Wissenschaftler:innen der Universität Innsbruck gelten interne Nutzungstarife.

Diese Tarife berücksichtigen, dass die BIU als gemeinsame universitäre Forschungsinfrastruktur betrieben wird. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der gebuchten beziehungsweise tatsächlich genutzten Scanzeit sowie des erforderlichen Personaleinsatzes.

Je nach Projekt kann die Datenerhebung

  • durch einen zertifizierten Qualified User der jeweiligen Forschungsgruppe,
  • mit technischer Unterstützung durch die BIU oder
  • vollständig durch das Personal der BIU

durchgeführt werden[MOU1] .

Der jeweilige Personalbedarf wird vor Studienbeginn gemeinsam mit der technischen Laborleitung festgelegt.

Externe Tarife

Die BIU steht auch externen wissenschaftlichen Einrichtungen und Kooperationspartner:innen offen.

Für externe Nutzer:innen gelten gesonderte Tarife, die den Betrieb der Infrastruktur, die technische Betreuung und den organisatorischen Aufwand berücksichtigen. Die Kosten werden projektbezogen kalkuliert und vor Beginn der Zusammenarbeit schriftlich vereinbart.

Bei wissenschaftlichen Kooperationen wird zusätzlich geklärt, ob es sich um

  • eine reine Nutzung der Forschungsinfrastruktur,
  • eine technisch betreute Datenerhebung oder
  • eine weitergehende wissenschaftliche Zusammenarbeit

handelt.

Wissenschaftliche Beteiligung, Datennutzung, Verantwortlichkeiten und gegebenenfalls Autorenschaft werden unabhängig von der technischen Kostenabrechnung frühzeitig und transparent vereinbart.

Welche Kosten werden berücksichtigt?

Die Kosten eines Projekts setzen sich grundsätzlich aus zwei Bereichen zusammen:

Scanzeit

Die Scanzeit umfasst die Belegung und Nutzung des MRT-Scanners. Dazu gehören sowohl die eigentliche Datenerhebung als auch notwendige vorbereitende Messungen am Scanner, beispielsweise:

  • Pilotmessungen,
  • Testläufe,
  • Sequenztests,
  • technische Anpassungen am Messprotokoll und
  • zusätzliche Messzeit aufgrund studienspezifischer Anforderungen.

Für die Kostenplanung sollte deshalb nicht nur die reine Messdauer pro Versuchsperson, sondern auch Zeit für Vorbereitung, Positionierung und notwendige technische Abläufe berücksichtigt werden. Die Pilotierung uni-interner wissenschaftlicher Projekte ist in der Regel kostenlos.

Personalkosten

Personalkosten entstehen, wenn Mitarbeiter:innen der BIU für die technische Durchführung oder Betreuung einer Studie benötigt werden.

Der Umfang hängt vom gewählten Nutzungsmodell ab. Er kann beispielsweise die folgenden Tätigkeiten umfassen:

  • Bedienung des MRT-Scanners,
  • technische Betreuung während der Messung,
  • Überwachung der Studienteilnehmenden,
  • Unterstützung bei Screening und Vorbereitung,
  • Einbindung von Peripheriegeräten,
  • Dokumentation der Messung und
  • studienspezifische Unterstützung bei der Datenerhebung.

Forschungsgruppen mit zertifizierten Qualified Usern können den notwendigen Personaleinsatz der BIU reduzieren, sofern alle geltenden Sicherheits- und Nutzungsbestimmungen eingehalten werden.

Kostenplanung vor Studienbeginn

Vor der Freigabe eines Projekts wird gemeinsam mit der BIU eine realistische Kalkulation erstellt.

Dafür werden unter anderem folgende Angaben benötigt:

  • geplante Anzahl der Teilnehmenden,
  • voraussichtliche Messdauer pro Person,
  • Anzahl der Messzeitpunkte,
  • Umfang der Pilotierung,
  • geplante Zusatzmessungen,
  • erforderlicher Personaleinsatz und
  • interne oder externe Zuordnung des Projekts.

Auf dieser Grundlage erhalten Projektverantwortliche eine nachvollziehbare Kostenübersicht für Förderanträge, Budgetplanung oder Kooperationsvereinbarungen.

Die endgültige Vergabe von Messzeiten erfolgt, sobald die wissenschaftlichen, ethischen, technischen und finanziellen Voraussetzungen geklärt sind.

Ausfall- und Stornierungsregelungen

MRT-Messzeiten sind eine begrenzte Ressource und werden verbindlich für ein Projekt reserviert. Kurzfristig abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine können daher entsprechend der geltenden Nutzungsordnung verrechnet werden, sofern die Scanzeit nicht anderweitig vergeben werden kann.

Forschungsgruppen werden gebeten, Ausfälle so früh wie möglich an die technische Laborleitung zu melden. Damit können freie Messzeiten anderen Projekten zur Verfügung gestellt und unnötige Kosten vermieden werden.

Die jeweils geltenden Fristen und Regelungen werden bei der Projektfreigabe bekannt gegeben.

Individuelles Angebot

Da sich MRT-Projekte hinsichtlich Studiendesign, Messdauer und Betreuungsbedarf deutlich unterscheiden können, wird für jedes Projekt eine individuelle Kostenübersicht erstellt.

Kontaktieren Sie die BIU möglichst bereits während der Projekt- oder Antragserstellung. So können Scanzeit, Personalbedarf und Budget realistisch geplant und von Beginn an in den Finanzierungsplan aufgenommen werden.

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