BIU – Ausstattung & Methoden

Moderne Forschungsinfrastruktur für anspruchsvolle Studien
Das Herzstück der Brain Imaging Unit der Universität Innsbruck ist ein Siemens MAGNETOM Prisma 3-Tesla-MRT-Scanner. Das System gehört zu den technisch fortschrittlichsten Forschungs-MRTs am Standort Innsbruck und bietet hervorragende Voraussetzungen für strukturelle, funktionelle und multimodale neurowissenschaftliche Untersuchungen.
Die besondere Stärke der BIU liegt jedoch nicht allein im Scanner. Nach dem Shared-Lab-Prinzip werden Geräte, methodische Expertise und wissenschaftliche Erfahrung über die beteiligten Arbeitsgruppen hinweg gebündelt. So entsteht eine Forschungsumgebung, die unterschiedliche Messverfahren miteinander verbindet und Studien von der ersten Idee bis zur Datenauswertung kompetent begleitet.
Forschende erhalten damit nicht nur Zugang zu einem leistungsfähigen MRT-System, sondern zu einer gemeinsam getragenen Infrastruktur mit breiter Expertise in Studiendesign, experimenteller Umsetzung, Physiologie, Datenmanagement und neurowissenschaftlicher Analyse.
Technische Ausstattung
Die BIU unterstützt ein breites Spektrum experimenteller und multimodaler Studiendesigns.
Zur verfügbaren Infrastruktur gehören unter anderem:
- Eine 64-Kanal Kopfspule, eine 20-Kanal Kopfspule
- Flexible 15, und 18- Kanal Peripherspulen, zB zur Messung von Gliedmaßeno der im Bauchbereich.
- Spektroskopie
- Vielfältige MRT-kompatible Antwortgeräte für kognitive und verhaltensbezogene Aufgaben,
- MRT-kompatible Audio- und Videoausgabe,
- Systeme zur Erfassung von Hautleitfähigkeit und Herzrate,
- Peripheriegeräte für simultane zentrale und peripher-physiologische Messungen,
- ein MRT-kompatibles EEG-System,
- MRT-kompatible Systeme zur gezielten Modulation und Messung von Blutgasen,
- ein MRT-kompatibler Stepper für bewegungs- und fitnessbezogene Untersuchungen sowie
- verschiedene Spulen und Zubehörsysteme für spezialisierte Messprotokolle unterschiedlicher Körperteile
- Möglichkeit der Erweiterung verfügbarer MRT Sequenzen über IDEA und P2P.
Diese Ausstattung erlaubt es, Gehirnaktivität gemeinsam mit Verhalten, subjektivem Erleben und körperphysiologischen Prozessen zu erfassen.
Biologische Proben und ergänzende Messungen
An die BIU ist ein Auswertelabor für biologische Proben angeschlossen, das die Erhebung und eingeschränkte Verarbeitung biologischer Proben ermöglicht.
Je nach Forschungsprojekt können dort unter anderem
- Speichelproben,
- Blutproben,
- Haarproben und
- weitere geeignete Biomaterialien
entnommen und aufbereitet werden. Für die längerfristige Lagerung steht nach Absprache eine Tiefkühlmöglichkeit bei −80 °C zur Verfügung.
Die Kombination von Bildgebung, psychophysiologischen Messungen und biologischen Markern eröffnet die Möglichkeit, neuronale Prozesse mit hormonellen, zellulären oder weiteren biologischen Indikatoren in Beziehung zu setzen.