Portrait Johann Holzknecht

Johann Holzknecht schätzt die besondere Lage des Universitätszentrums und die Verbindung von Wissenschaft, Sport und Erholung. 

Vor­ge­stellt: Johann Holz­knecht lei­tet das Uni­ver­si­täts­zen­trum Ober­gurgl

Im Herbst 2025 hat der Ötztaler Johann Holz­knecht die Leitung des Universitätszentrums übernommen und kümmert sich gemeinsam mit seinem Team um das Wohl der Gäste. Er bringt Unternehmergeist, langjährige touristische Erfahrung und neue Ideen mit – und ein Sommerangebot für Angehörige der Uni Innsbruck.

“Schön, dass du bei uns in Obergurgl bist“, begrüßt mich Johann Holzknecht mit einem breiten Lächeln und einem festen Händedruck zwischen den steingemauerten Gebäuden des Universitätszentrums im hinteren Ötztal. Von oben blitzt die Sonne vom strahlend blauen Himmel, hinter uns kommen ein paar Skifahrer:innen von der Piste zurück, um weiter an der Konferenz zur Quantenoptik teilzunehmen.

Ein ganz normaler Tag im Universitätszentrum Obergurgl. Hier, direkt am Skigebiet und knapp über dem Ort Obergurgl gelegen, befindet sich seit 1951 ein Außenstandort der Universität Innsbruck: Die Alpine Forschungsstelle mit einem dazugehörigen Beherbergungsbetrieb, der gerne für wissenschaftliche Konferenzen und Seminare genutzt wird, aber auch Platz für private Urlauber:innen bietet.

Außenbereich Universitätszentrum mit Skifahrer:innen

Wissenschaft und Sport gehen am Universitätszentrum Hand in Hand: Die Pausen wissenschaftlicher Konferenzen werden auf der Piste oder der Sonnenterrasse verbracht. 

Wissenschaft, Sport und Erholung

Der Ötztaler Johann Holzknecht hat im Oktober 2025 die Leitung des Beherbergungsbetriebs übernommen und zeigt sich als erfahrener Gastgeber begeistert von dem Konzept, Wissenschaft, Forschung, internationale Vernetzung, Sport und Erholung an einem Ort zu verbinden. Besonders beeindruckt ihn die Beständigkeit, die die drei steingemauerten Häuser ausstrahlen. „Unsere Welt ist schnelllebig und von dauerhafter Veränderung geprägt. Die massiven Mauern der Gebäude strahlen eine Ruhe aus, die man sonst selten findet.“ Von den touristischen Veränderungen Obergurgls zeigen sich die ehemaligen Zollhäuser unbeeindruckt, wie stumme Zeitzeugen thronen sie seit 1938 auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes.

"Unsere Welt ist schnelllebig und von dauerhafter Veränderung geprägt. Die massiven Mauern der Gebäude strahlen eine Ruhe aus, die man sonst selten findet."
Johann Holzknecht über das UZO

Im Laufe der Zeit wurden die Gebäude mehrfach im Rahmen der Denkmalschutzbestimmungen renoviert und erneuert. Anfang der 2000er-Jahre erfolgte eine Neuausrichtung als internationales Sport-, Forschungs- und Konferenzzentrum. Es entstanden mehrere Hörsäle und Seminarräume, eine Bibliothek und neue Laboreinrichtungen. Zur Unterbringung und Verpflegung der Gäste stehen heute 43 Zimmer mit 90 Betten, zwei Speisesäle, eine Bar, eine Kaminstube und ein Saunabereich zur Verfügung. Zahlreiche internationale Kongresse profitieren von dem einzigartigen Standort und der vorhandenen Infrastruktur. Zusätzlich wird das Seminarzentrum für außeruniversitäre Fortbildungen genutzt. „Auch private Aufenthalte sind möglich und wir freuen uns, Gäste aus aller Welt in unseren geschichtsträchtigen Gebäuden begrüßen zu dürfen“, freut sich Johann Holzknecht über eine sehr gute Buchungslage.

 

Johann Holzknecht im Gespräch

Johann Holzknecht bringt jahrzehntelange touristische Erfahrung mit – und neue Ideen. 

Gastgeber mit Herz und Visionen

Holzknecht selbst ist ein „Kind des Ötztaler Tourismus“, wie er selbst schmunzelnd erzählt: Aufgewachsen als Sohn eines Gastwirtspaares (Privatzimmervermietung) in der Nähe von Sölden, machte er nur einen kurzen „Abstecher“ als Dachdecker, bevor er gemeinsam mit seiner Frau 34 Jahre lang einen eigenen Beherbergungsbetrieb leitete. Zehn Jahre lang war er im Aufsichtsrat des Ötztaltourismus vertreten und kennt sämtliche Herausforderungen, aber auch die schönen Seiten des Gastgebertums. „Ich stehe jeden Tag gerne auf und freue mich auf die Arbeit. Ich genieße den Austausch mit den Gästen aus aller Welt und freue mich, wenn sie rundum zufrieden ihren Urlaub bei uns verbringen. Solange das so ist, mach ich gerne weiter“, schmunzelt der dreifache Familienvater. Besonders schätze er auch das Team des Universitätszentrums Obergurgl, das sich täglich um das Wohl der Gäste bemüht. Zu Mittag sitzt er gemeinsam mit seinen Mitarbeiter:innen am Mittagstisch, „mir ist der direkte Austausch sehr wichtig“, betont Holzknecht.

„Wer den großen Touristenmassen entfliehen will und Ruhe und Erholung sucht, ist bei uns auf jeden Fall richtig."
Johann Holzknecht

Ideen für die Zukunft des Universitätszentrums hat Holzknecht viele: Neben den bereits bestehenden wissenschaftlichen Forschungsprojekten und Kooperationen kann er sich gut eine Zusammenarbeit mit Instituten und Fachrichtungen vorstellen, die derzeit das Universitätszentrum noch nicht nutzen. Die Erfahrung bringt der Touristiker aus seinem eigenen Betrieb mit: „Wir haben immer wieder in Kooperation mit dem Institut für Architektur der Uni Innsbruck und der Universität für angewandte Kunst Wien Projekte umgesetzt – oft auch unter Einbindung regionaler Player, etwa dem Naturpark Ötztal.“ Des Weiteren soll das UZO auch weiterhin als einzigartiges Forschungs- und Seminarzentrum für sämtliche Universitäten aus dem mitteleuropäischen Raum positioniert werden.

Abgesehen von Wissenschaft und Forschung freut sich Johann Holzknecht, Individualreisende in den gemütlichen Räumlichkeiten des Universitätszentrums begrüßen zu dürfen. Im heurigen Sommer bietet das Universitätszentrum ein spezielles Programm für die Mitarbeitenden der Universität Innsbruck an.  „Wer den großen Touristenmassen entfliehen will und Ruhe und Erholung sucht, ist bei uns auf jeden Fall richtig“, so Holzknecht.

 

Uni­ver­si­täts­zen­trum Ober­gur­gl: Fami­li­en­som­mer­pro­gramm 2026

Alpakawanderung, Forscher:innennachmittag, Einblick in die Käseherstellung und Honigproduktion: Das Universitätszentrum Obergurgl bietet an zwei Terminen im August 2026 ein spannendes Familienprogramm – vier Nächtigungen und Verpflegung inkludiert. Angehörige der Universität profitieren von vergünstigten Preisen!

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