Gruppenfoto mit Preisträgerin Ulrike Tappeiner in der Mitte und den Landeshauptleuten in feierlichem Rahmen.

Ulrike Tappeiner, Professorin i.R. und ehemalige Präsidentin der Freien Universität Bozen, bei der Verleihung mit den Landeshautleuten von Südtirol und Tirol.

Ulrike Tapp­ei­ner erhält Tiro­ler Ehren­zei­chen

Landeshauptmann Anton Mattle und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher verliehen am 20. Februar in der Innsbrucker Hofburg die Ehrenzeichen des Landes Tirol an verdiente Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol. Die Ökologin Ulrike Tappeiner erhielt die hohe Auszeichnung für ihre führenden Arbeiten zu alpinen Ökosystemen und ihr Engagement für den Universitätsstandort Bozen.

Für ihr herausragendes Wirken zum Wohle der Region erhielten elf Tiroler:innen und Südtiroler:innen das Ehrenzeichen und damit eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Tirol. Die Bandbreite der Ausgezeichneten reicht von Kunst und Kultur über Wirtschaft und Tourismus bis hin zu Medizin, Wissenschaft, Sozialwesen und Medien. Zu den Geehrten zählen neben der bekannten Tiroler Moderatorin Mirjam Weichselbraun unter anderem Magdalena Hauser-Seibl, Geschäftsführerin des Bio-Hotels Stanglwirt, der Südtiroler Künstler Gotthard Bonell und Ökologin Ulrike Tappeiner von der Universität Innsbruck und ehemalige Präsidentin der Freien Universität Bozen. 

Vorbildwirkung

„Die heute Geehrten stehen für Leistungsbereitschaft, Mut und Verantwortungsbewusstsein. Sie sind nicht nur Botschafter Tirols und Südtirols, sondern haben unsere Länder mit ihrem Wirken geprägt“, betonte LH Mattle.  In seiner Ansprache bedankte er sich für die gesellschaftlichen Leistungen der Ausgezeichneten: „Wer Verantwortung in der Gesellschaft übernimmt – von Kunst und Kultur über Wirtschaft und Tourismus bis hin zur Wissenschaft – und auch neue Wege einschlägt, der stärkt unser Land. Diese Frauen und Männer wirken über die Landesgrenzen hinaus, sind Vorbilder und machen Tirol zu einem lebenswerten und zukunftsorientierten Land. Für ihren gesellschaftlichen Beitrag und ihr verantwortungsvolles Handeln im Sinne der nächsten Generation bedanke ich mich herzlich.“ Auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hob beim Festakt im Riesensaal hervor: „Es ist inspirierend zu sehen, wie individuelle Leidenschaft und Engagement unsere Gesellschaft bereichern. Die Geehrten sind herausragende Vorbilder für Tirol und Südtirol: Sie verbinden Verantwortung, Wissen und Kreativität und zeigen, wie viel ein Einzelner oder eine Einzelne für die Gemeinschaft bewirken kann. Wir sind stolz, ihre Leistungen zu würdigen.“

Ulrike Tappeiner

Ulrike Tappeiner, Universitätsprofessorin in Rente und ehemalige Präsidentin der Freien Universität Bozen, erhielt das Ehrenzeichen des Landes Tirol für ihre wissenschaftliche Leistung, aber auch für ihre Verdienste als Präsidentin der Freien Universität Bozen:

Ihre Forschugnsarbeiten machen sichtbar, wie stark die Alpen als sensible Naturräume unsere Zukunft bestimmen – wissenschaftlich fundiert und dennoch verständlich. Ulrike Tappeiner zählt zu den international führenden Expertinnen auf dem Gebiet der alpinen Ökosystemforschung. Sie untersucht die komplexen Zusammenhänge von Biodiversität, Landnutzung und Klimawandel im Gebirge – kurz gesagt: unseren Lebensraum. Seit vielen Jahren ist sie Professorin an der Universität Innsbruck, zeitweise auch Dekanin und Leiterin des Eurac-Instituts für Alpine Umwelt. Über 270 Publikationen und zahlreiche Auszeichnungen zeichnen das Bild einer Forscherin, die mit minutiöser Genauigkeit und gleichzeitig erfrischender Neugier arbeitet – stets mit dem Blick auf das große Ganze.

Mit ihrer Wahl zur Präsidentin der Freien Universität Bozen schrieb Ulrike Tappeiner zudem Geschichte: Erstmals stand eine Frau an der Spitze dieser erfolgreichen, vergleichsweise jungen Hochschule. Mit Fingerspitzengefühl, wie sie selbst sagt, und Offenheit war sie maßgeblich für den Erfolgskurs der Universität und ihre internationale Vernetzung verantwortlich. Konsequent setzte sie auf die Stärken des dreisprachigen Unistandorts. Dabei war ihr besonders wichtig, die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Innsbruck weiter voranzutreiben – ein Anliegen, das sie seit Jahren mit Überzeugung verfolgt. Trotz ihrer zahlreichen akademischen Funktionen schlägt ihr Herz für die Umwelt. Für diese herausragenden Verdienste im Spannungsfeld von Mensch und Natur, von Wissenschaft und internationaler Zusammenarbeit soll die Verleihung des Ehrenzeichens Ausdruck der Anerkennung sein.

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