Die Preisträgerin mit Blumen und Urkunde, je eine Person links und rechts von ihr.

Francesca Ferlaino, Österreichs „Wissenschaftlerin des Jahres“ 2025, erhielt den Tiroler Adler-Orden in Gold für ihre Leistungen am Quantenstandort Innsbruck.

Tiro­ler Adler-Orden für Fran­cesca Fer­laino

Die Tiroler Landesregierung hat Francesca Ferlaino am Freitag den Tiroler Adler-Orden in Gold verliehen. Diese Auszeichnung wird an Personen verliehen, die Tirol in enger Freundschaft verbunden sind und mit ihrem Einsatz die Entwicklung des Landes auf ihre Art und Weise unterstützt haben.

„Über Jahre hinweg haben die Geehrten Spuren in Tirol hinterlassen – in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Ihr Werdegang könnte unterschiedlicher nicht sein, und doch verbindet sie ihr Einsatz für unser Land“, erklärte der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle bei der Verleihung. Die Physikerin Francesca Ferlaino, Österreichs „Wissenschaftlerin des Jahres“ und neue Trägerin des Tiroler Adler-Ordens in Gold, zählt zu den einflussreichsten Forscher:innen auf dem Gebiet der Quantenphysik. Mit bahnbrechenden Experimenten und international anerkannten Forschungsleistungen – darunter die weltweit erste Bose-Einstein-Kondensation von Erbium-Atomen – hat sie Innsbruck als Spitzenstandort in der Quantenforschung mitgeprägt.

Seit 20 Jahren ist Francesca Ferlaino bereits in Tirol, wo sie nun auch selbst Wurzeln geschlagen hat. „Für mich war klar: Wenn ich neue Techniken lernen und auf höchstem Niveau forschen will, dann hier“, meinte sie in einem Interview. Nach ihrem Wechsel an die Universität Innsbruck leitete sie bald eine eigene Forschungsgruppe und wurde 2014 Universitätsprofessorin sowie wissenschaftliche Direktorin am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Internationales Aufsehen erlangte sie unter anderem mit dem Erhalt von bereits drei ERC-Grants und Pionierleistungen auf dem Gebiet suprasolider Zustände im Labor. Darüber hinaus engagiert sich Ferlaino intensiv für Wissenschaftskommunikation und Chancengleichheit, etwa mit dem von ihr gegründeten Netzwerk „Atom*innen“.

Der Tiroler Adler-Orden wurde vom Tiroler Landtag 1970 ins Leben gerufen. Er ehrt Persönlichkeiten, deren Besuch und Aufenthalt in Tirol oder deren hervorragende freundschaftliche Beziehung zum Land Tirol von besonderer politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung sind. Diese Auszeichnung wird in drei Rangstufen verliehen: als Großer Tiroler Adler-Orden, als Tiroler Adler-Orden in Gold und als Tiroler Adler-Orden in Silber.

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