Angeregte Diskussionen im Rahmen des Workshops

Spie­len als Zukunft der Uni­ver­si­tät

Wie kann Spielen neue Formen des Wissens und des sozialen Zusammenlebens hervorbringen? Zu dieser Frage referierte Prof. Dr. Miguel Sicart bei seinem Besuch an der Universität Innsbruck auf Einladung der Forschungsgruppe Game Studies in Kooperation mit der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät.

Im Zentrum des Besuchs von Miguel Sicart stand ein Workshop der Forschungsgruppe Game Studies, an dem Vertreter:innen aller akademischen Gruppen teilnahmen – von BA-Studierenden über Dissertant:innen und Postdocs bis hin zu Professor:innen. Gemeinsam wurden neue und aktuelle Texte Sicarts gelesen und diskutiert. Der intensive Austausch ermöglichte spannende Einblicke in gegenwärtige Debatten der Game Studies und eröffnete zugleich Raum für interdisziplinäre Perspektiven auf Spiel, Kultur und Gesellschaft.

Ein weiterer Höhepunkt war Sicarts Vortrag mit dem Titel „The Future of Play is the Future of Universities… and the World“, der im Rahmen der Vortragsreihe „Zukunft der Philologien“ der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät stattfand. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und wurde durch Gruß- und Einführungsworte von Vizerektor für Personal Prof. Rupnow, Dekan Prof. Fuchsbauer sowie dem Sprecher der Forschungsgruppe Game Studies, Dr. Tobias Unterhuber, eröffnet.

 

Vorlesungssaal mit Teilnehmenden

Sicarts Vortrag „The Future of Play is the Future of Universities… and the World“ fand im Rahmen der Vortragsreihe „Zukunft der Philologien“ der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät statt.

In seinem Vortrag erläuterte Sicart die These, dass gerade im Moment des Spielens kurzfristige und flüchtige Neuordnungen des sozialen Zusammenlebens entstehen. Im Spiel würden Menschen Beziehungen, Rollen und Regeln immer wieder neu aushandeln – und genau darin entstehe auch neues Wissen. Diese Relationalität der Akteur:innen eröffne, so Sicart, Möglichkeiten für neue politische und gesellschaftliche Ordnungen – gerade in krisenhaften Zeiten, die von großen, Black-Box-artigen Polykrisen dominiert sind. Die Überlegungen stießen beim Publikum auf große Zustimmung und führten im Anschluss zu einer angeregten Diskussion mit zahlreichen Fragen und Beiträgen aus dem Publikum.

Der Besuch Sicarts machte deutlich, wie relevant spielerische Ansätze für aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen sind. Sowohl der Workshop als auch der Vortrag boten wichtige Impulse für die Forschung und den interdisziplinären Austausch an der Universität Innsbruck.

Der Workshop und Vortrag wurden in Kooperation der Forschungsgruppe Game Studies mit der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck organisiert, wobei letztere die Aktivitäten finanzierte.

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