Rund 1.500 Mitarbeitende und Studierende der Innsbrucker Universitäten versammelten sich am 21. April in der Innsbrucker Innenstadt, um den wichtigen Beitrag der Hochschulen für die gesellschaftliche Entwicklung aufzuzeigen. Nach den Ankündigungen der Regierung folgen nun weitere Demonstrationen in Wien, Linz, Graz, Salzburg und Klagenfurt.
„Die Welt befindet sich in einem Technologiewettlauf, Europa muss alles daransetzen, um nicht abgehängt zu werden. Die EU-Kommission hat das erkannt und will die Finanzierung von Wissenschaft und Forschung massiv erhöhen. Vorherige österreichische Bundesregierungen haben das auch erkannt und die Finanzierung der Universitäten ausgebaut, um Österreichs Wettbewerbsfähigkeit als Industrie- und Exportland zu erhalten. Doch für diese Bundesregierung sind Forschung und Wissenschaft ‚keine Schwerpunkte‘“, stellt die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) in einer Aussendung fest.
Staatsausgaben für Universitäten sind keine Konsumausgaben, sie kommen wieder zurück, und zwar in veredelter Form. Universitäten sind wie Pipelines, sie versorgen das Gesundheitssystem mit Ärzt:innen, den Rechtsstaat mit Jurist:innen, das Bildungssystem mit Pädagog:innen, die Wirtschaft mit Technologie und mit Fachkräften. Und das alles auf dem neuesten Stand der Forschung. „Es ist für uns nicht hinnehmbar, den jüngeren Generationen Bildungschancen wegzukürzen. Es ist inakzeptabel, gerade in Zeiten wie diesen bei Forschung und Wissenschaft unverhältnismäßig den Sparstift anzusetzen“, schreibt die uniko. „Die Universitäten leisten Enormes – für nur vier Prozent am Gesamtbudget. Es ist inakzeptabel, dass die Bundesregierung die Unis schlechtredet, weil sie selbst keine Strukturreformen zustande bringt und bei der Budgetkonsolidierung den leichtesten Weg nimmt.“
