Porträtfoto von Peter Zoller vor dunklem Hintergrund. Er trägt eine Brille, sowie ein helles Hemd und einen dunklen Pullover

Quantenphysiker Peter Zoller wurde zum Mitglied der Royal Society gewählt, eine weitere internationale Würdigung für den erfolgreichen Forscher.

Royal Soci­ety wählt Peter Zol­ler zum Fel­low

Peter Zoller, emeri­tierter Professor der Univer­sität Inns­bruck und emeri­tierter wissen­schaft­li­cher Direktor am Institut für Quan­ten­optik und Quan­tenin­for­ma­tion der Öster­rei­chi­schen Akademie der Wissen­schaf­ten, ist zum Mitglied der Royal Soci­ety (FRS) gewählt worden. Die Royal Soci­ety ist die nati­o­nale Akademie der Wissen­schaften des Verei­nigten König­reichs und die älteste wissen­schaft­liche Gelehr­ten­ge­sell­schaft der Welt.

In diesem Jahr hat die Royal Society mehr als 90 Forscherinnen und Forscher aus aller Welt aufgenommen, unter ihnen Pionierinnen und Pioniere aus der Astronomie, Krebsforschung, Mathematik und Biotechnologie. Unter den neu Gewählten ist der Innsbrucker Quantenphysiker Peter Zoller, einer der weltweit führenden Köpfe im Bereich Quantenoptik und Quanteninformation. Er ist der erste Wissenschaftler aus Innsbruck, dem diese Ehre zuteilwird. In der Royal Society reihen sich die neuen Mitglieder in eine lange Tradition ein, zu der Isaac Newton, Charles Darwin, Albert Einstein, Lise Meitner und Stephen Hawking gehören.

„Ich freue mich sehr, diese neueste Gruppe herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Mitglieder der Royal Society willkommen zu heißen“, sagt Sir Paul Nurse, Präsident der Gesellschaft. „Ihre Beiträge spiegeln die höchsten Standards wissenschaftlicher Arbeit wider. Unsere Gemeinschaft wird nicht nur durch die individuellen Leistungen ihrer Mitglieder gestärkt, sondern auch durch die Vielfalt der Perspektiven und Erfahrungen, die sie einbringen. Die neuen Mitglieder verdeutlichen den internationalen Charakter der Wissenschaft und die Bedeutung von Zusammenarbeit für Durchbrüche, von denen wir alle profitieren.“

Mit seiner Forschung hat Peter Zoller wesentlich dazu beigetragen, quantenoptische Systeme als führende Plattformen für Quantencomputer, Quantenkommunikation und Quantensimulation zu etablieren. Seine theoretischen Vorschläge lieferten die Blaupausen für bedeutende experimentelle Entwicklungen, darunter den Cirac-Zoller-Ionenfallen-Quantencomputer, die Quantensimulation mit ultrakalten Atomen in optischen Gittern, Rydberg-Atom-Quantengatter und Quantenrepeater für die Quantenkommunikation über große Entfernungen. Zudem hat er grundlegende Beiträge zu offenen Quantensystemen und Quantenrauschen in der Quantenoptik geleistet. Zoller arbeitete über Jahrzehnte eng mit theoretischen und experimentellen Gruppen in den weltweit führenden Forschungszentren zusammen und prägte eine einflussreiche Schule, aus der zahlreiche herausragende Köpfe des Feldes hervorgingen.

Mit der Wahl zum Fellow der Royal Society erfährt Zollers Lebenswerk eine weitere internationale Anerkennung und die Innsbrucker Quantenforschung rückt einmal mehr ins internationale Scheinwerferlicht.

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