Mit einem Rückblick in das Jahr 1976 begann Vizerektor Gregor Weihs seine Begrüßung beim diesjährigen Goldenen Doktorjubiläum. Er betonte weiter den Wert von Bildung und ging auch auf die aktuell diskutierten Sparmaßnahmen ein. „Die Universitäten brauchen den Rückhalt der Gesellschaft und der Politik“, sagte Weihs und dankte den Jubilar:innen: „Ihre Generation hat gezeigt, dass es sich lohnt sich auf das Wagnis Wissenschaft einzulassen, und hat den Weg bereitet für jene Studierenden die heute an Universität studieren und promovieren. Im Namen der Rektorin und der gesamten Universität danke ich Ihnen für Ihr Lebenswerk.“
Mit einer Videobotschaft begrüßten Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner und Rektorin Veronika Sexl die Goldenen Doktor:innen. Im Anschluss sprach Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr in ihrer Festrede über die Bedeutung von Bildung für die Gesellschaft: „Bildung ist – wenn man es auf eine Formel bringen möchte – aus meiner Sicht, dass wir lernen dürfen, wie wir kompetent mit Ambivalenz umgehen.“ Nach der feierlichen Erneuerung der Diplome dankten Bundesminister a.D. und Altrektor Karlheinz Töchterle und der emeritierte Vorstand der II. Medizinischen Abteilung des Wilhelminenspitals Wien, Meinhard Kneussl, im Namen der Geehrten. Für die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung sorgte das Blechbläserquintett des Tiroler Landeskonservatoriums.

Viele bekannte Gesichter waren unter den diesjährigen Jubilar:innen (v.l.): Professor und ehemaliger Vizerektor Roland Psenner mit seiner Frau Barbara, Professorin Ursula Moser, der ehemalige Bibliotheksleiter und Vizerektor Martin Wieser und Professor Walter Leitner.
Unter den geehrten Doktor:innen waren neben Karlheinz Töchterle und Meinhard Kneussl, auch die ehemaligen Vizerektoren Roland Psenner und Martin Wieser, die ehemalige Universitätsrätin Monika Knofler, der bekannte Unfallchirurg Karl Benedetto und der ehemalige Vorstand der Kulturabteilung des Landes Tirol und Ehrenbürger der Universität, Christoph Mader. Die Juristin Anna Maria Cede feierte ihre 60-jährige Diplomerneuerung.
Langjährige Tradition
Das Goldene Doktorjubiläum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt, um die Bindung der Absolventinnen und Absolventen zur Universität Innsbruck aufrecht zu erhalten und ein lebendiges Miteinander der Generationen zu gestalten. Gesetzlich geregelt wurde das Goldene Doktorjubiläum 1955. Anfangs wurden nur Absolventinnen und Absolventen eingeladen, die eine direkte Bindung zur Universität aufweisen konnten. Diese Einschränkung wurde jedoch in den 1980er-Jahren unter Rektor Rainer Sprung aufgehoben. Alle, die an der Universität Innsbruck promoviert haben, werden seitdem zum Goldenen Doktorjubiläum geladen, um ihren Doktorgrad zu erneuern.
