Pollen verschiedener Pflanzen unter dem Mikroskop: Sonnenblume (Helianthus annuus), Purpur-Prunkwinde Ipomoea purpurea, Stockrose (Sildalcea malviflora), Lilie (Lilium auratum), Primrose (Oenothera fruticosa) und Wunderbaum (Ricinus communis).

Das flächendeckende Pollen-Monitoring des Instituts für Botanik wird mit Unterstützung des Landes Tirol weiter ausgebaut.

Pol­len­warn­dienst geför­dert

Das Institut für Botanik der Universität Innsbruck betreibt seit Jahren einen umfassenden Pollenwarndienst für Tirol und erhält dafür weiterhin Unterstützung des Landes. Die Tiroler Landesregierung hat vergangene Woche die weitere finanzielle Förderung des Pollenwarndienstes beschlossen.

Jährlich sind Tausende Tiroler:innen von Pollenallergien betroffen. Um die Bevölkerung verlässlich zu informieren, haben Forscher:innen am Institut für Botanik über die Jahre ein flächendeckendes Pollen-Monitoring aufgebaut. Mit einem Netz eigener Pollenfallen – in Wörgl, Innsbruck, Zams, Reutte, Galtür, Obergurgl und Lienz – erfassen sie kontinuierlich, welche Pollen aktuell in der Luft sind und in welchen Konzentrationen. Die Fallen werden wöchentlich entleert und die Proben im Labor ausgewertet.

Auf dieser Datenbasis erstellt das Team laufend Pollenflugberichte, informiert über aktuelle Belastungssituationen und stellt sein Wissen in Newslettern, auf der projekteigenen Website sowie über Social-Media-Kanäle der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Förderung gesichert

Die Tiroler Landesregierung hat auf Antrag von Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele vergangene Woche die Fortsetzung der Projektförderung beschlossen: Für 2026 stehen rund 54.000 Euro bereit, für 2027 knapp 59.000 Euro. Die finanzielle Unterstützung des Landes ermöglicht es dem Team, den Dienst weiterzuführen und perspektivisch auszubauen: 2027 soll eine weitere Pollenfalle im Großraum Schwaz in Betrieb gehen.

Darüber hinaus ist in den kommenden Jahren eine inhaltliche Erweiterung des Monitorings geplant. Im Einklang mit der Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie des Landes sollen künftig verstärkt Wechselwirkungen zwischen Pollenflug und Klimawandel und damit verbundene Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung untersucht werden.

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