Vier Personen in schwazer Kleidung stehen in einer Reihe

Rainer Blatt, Peter Zoller, Nobelpreisträger F. Duncan M. Haldane  und Hanns-Christoph Nägerl (v.l.) beim Vortrag am Montagabend.

Nobel­preis­trä­ger Haldane zu Gast

Physik-Nobelpreisträger F. Duncan M. Haldane von der Princeton University war in den vergangenen Tagen Gast an der Universität Innsbruck. Neben intensiven wissenschaftlichen Gesprächen mit den hiesigen Forschungsgruppen war Haldane am Montag auch Ehrengast bei der Eröffnung der quantenoptischen Bodenstation Marietta Blau am Hafelekar.

Der Besuch des Physik-Nobelpreisträgers 2016, F. Duncan M. Haldane, kam auf Einladung von Peter Zoller, einem der weltweit führenden Quantenphysiker, zustande. Durch das Besuchsprogramm geführt wurde Haldane von Hanns-Christoph Nägerl vom Institut für Experimentalphysik. Im Mittelpunkt standen ausführliche Gespräche mit den einzelnen Arbeitsgruppen an der Physik-Instituten. Haldane nahm sich dabei Zeit für einen eingehenden wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Forschungsprojekte.

Festakt am Hafelekar

Einen besonderen Rahmen erhielt der Besuch durch die feierliche Eröffnung der quantenoptischen Bodenstation Marietta Blau am Hafelekar am 18. Mai. Hoch über Innsbruck wurde die nach der österreichischen Physikpionierin Marietta Blau benannte Station im Beisein hochrangiger Vertreter aus Politik und Wissenschaft ihrer Bestimmung übergeben. Als besonderer Ehrengast war Duncan Haldane Teil dieser historischen Eröffnung. 

Vortrag vor vollem Hörsaal

Am Montagabend zog ein Sonderkolloquium zahlreiche Studierende und Wissenschaftler:innen in den Großen Hörsaal der Baufakultät. Unter dem Titel „The quantum Hall effect: still delivering surprises" gewährte Haldane Einblicke in ein Forschungsfeld, das trotz seiner mehr als 45-jährigen Geschichte nach wie vor neue physikalische Phänomene bereithält. Im Zentrum seines Vortrags stand der fraktionale Quanten-Hall-Effekt (FQHE) in ferromagnetisch polarisierten Systemen.

Auszeichnung für den Standort

Der Besuch von Duncan Haldane unterstreicht einmal mehr die internationale Strahlkraft der Quantenforschung in Innsbruck und die enge Vernetzung der hiesigen Wissenschaftler:innen mit den weltweit führenden Köpfen auf diesem Gebiet. F. Duncan M. Haldane wurde 2016 gemeinsam mit David J. Thouless und J. Michael Kosterlitz für die theoretische Entdeckung topologischer Phasenübergänge und topologischer Phasen der Materie mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

    Nach oben scrollen