Befragungen in Form von Interviews sind in den Sozialwissenschaften eine der wichtigsten Methoden zur Datenerhebung. Forschende erhalten dabei aus erster Hand streng vertrauliche Informationen, etwa zur politischen Einstellung, zum Gesundheitszustand oder persönlichen Schicksalsschlägen. Die Transkription der Interviews ist also nicht nur zeit- und kostenintensiv, sondern wirft Fragen in der Handhabung mit sensiblen Daten auf. Das geht zum Beispiel auch aus dem aktuellen Projekt von Stefanie Kirchweger und Franz Eder hervor, welche sich mit dem Einfluss von Geheimdiensten auf außenpolitisches Handeln beschäftigen – mehr dazu können Sie ab Seite 6 der Februar-Ausgabe des Magazins wissenswert lesen: wissenswert_februar-2026.pdf
Seit 20. März 2026 steht den Mitarbeitenden der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften daher ein neues Transkriptionstool zur Verfügung. Die Transkription von Audiodateien erfolgt dabei über die HPC-Systeme der Universität Innsbruck. Der Workflow für die Übermittlung und Verarbeitung der Dateien wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralen Informatikdienst, dem Forschungsschwerpunkt Scientific Computing und der Datenschutzkoordination ausgearbeitet und von EuroCC Austria implementiert.
Das Tool ermöglicht die effiziente und automatisierte Transkription von Interviews, belässt die Hoheit über die Daten an der Universität und stellt somit eine wichtige Erweiterung des Angebots im Rahmen des disziplinspezifischen Forschungsdatenmanagements der Fakultät dar. Weitere Informationen zum Transkriptionstool finden Sie hier: https://www.uibk.ac.at/de/social-and-political-sciences/open-science/transkriptionstool/
