Unter dem Leitsatz „Publishing research is like walking steps“ vermittelte der international renommierte Marketingprofessor Dwayne Gremler (Bowling Green State University, Ohio, USA) praxisnahe Strategien, um Rückschläge fachlich und emotional zu bewältigen und Revisionen zielgerichtet anzugehen. „Es war für dasForschungszentrum TOC eine besondere Freude, mit Dwayne Gremler einen hochkarätigen Wissenschaftler für diesen Workshop in Innsbruck gewinnen zu können. Neben wertvollen Impulsen zum konstruktiven Umgang mit Rückschlägen im Publikationsprozess bot der direkte Austausch eine außergewöhnliche Möglichkeit, eigene Forschungsprojekte mit einem ausgewiesenen Experten zu reflektieren“, betont Verena Wieser, Assistenzprofessorin für Branding, die diesen Workshop initiiert hat.
Kritik- und Ablehnungsgründe in Publikation Prozessen verstehen
Im Zentrum des Workshops standen zunächst die häufigsten Gründe für Ablehnungen wissenschaftlicher Manuskripte in Publikationsorganen. Von sogenannten Desk Rejects über erste und zweite Review-Runden bis hin zu den typischen Ursachen, warum auch überarbeitete Manuskripte scheitern, erhielten die Teilnehmenden einen realistischen Einblick in die Dynamik des Publikationsprozesses. Dabei wurde deutlich, dass Ablehnungen nicht die Ausnahme, sondern ein integraler Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit sind. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit diesen Erfahrungen. Prof. Gremler zeigte auf, wie wichtig es ist, Rückmeldungen nicht nur analytisch zu verstehen, sondern auch emotional einzuordnen.
Strategien entwickeln, Perspektiven gewinnen
Strategien wie Repositionierung, ein vollständiges Überarbeiten („Re-do“) oder das bewusste Beenden eines Projekts können dabei helfen, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ebenso wurde betont, wie wertvoll sogenannte „friendly reviews“ im Vorfeld sein können und wie sich rückblickende Erkenntnisse produktiv nutzen lassen.
Erfolge sichern
Ablehnungen sind allgegenwärtig und oft herausfordernd – doch wer ihre Ursachen systematisch versteht, resilient bleibt und den eigenen Beitrag konsequent weiterentwickelt, erhöht nicht nur langfristig die Erfolgschancen im Publikationsprozess, sondern schafft auch die Grundlage für erfolgreiche Top-Publikationen.
Über das neu gegründete Forschungszentrum TOC
„Die gezielte Förderung von Early-Career-Forschenden stellt einen wichtigen Schwerpunkt des Forschungszentrums TOC dar. Mit Initiativen wie diesem Workshop möchten wir Räume für Austausch, Mentoring und fachliche Weiterentwicklung schaffen und insbesondere Nachwuchswissenschaftler:innen in ihrer Publikations- und Forschungstätigkeit stärken“, so Karin Teichmann, die gemeinsam mit Nicola Stokburger-Sauer das Forschungszentrum leitet. TOC widmet sich zwei zentralen Forschungsfeldern: der Transformation von Organisationen und der Transformation des Konsums. Im Fokus steht, wie Stakeholder und Marktteilnehmer:innen aktiv in Veränderungsprozesse eingebunden werden können, um disruptive Entwicklungen zu bewältigen und eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung mitzugestalten.
(Karin Teichmann)
