Pünktlich mit dem neuen Jahr hat im Januar 2026 ein neuer Spezialforschungsbereich (SFB) an der Universität Innsbruck den Betrieb aufgenommen, der unter dem Titel “Neo-Latin in the Modern World” die Forschungen des Ludwig Boltzmann Institutes (LBI) für Neulateinische Studien weiterführen wird, das im Dezember 2024 ausgelaufen ist.
Das Projekt bedient breit gefächerte Forschungsschienen, die den unterschiedlichsten Facetten der neulateinischen Literatur gewidmet sind: Von Texten weiblicher Autorinnen über die Bedeutung neulateinische Schriften als Standardwerke bis zu gesprochenem Latein.
Als Meilenstein in der Neulatein-Forschung wird die bisher größte facheinschlägige Datenbank errichtet und mithilfe eines KI-gestützten Chatbots einer interessierten Öffentlichkeit niederschwellig zugänglich gemacht. So verbindet die Universität Innsbruck humanistische Forschung mit modernster Technologie.
“Ich bin froh, dass wir die starke internationale Ausrichtung des LBI auch im SFB weiterführen können!”, freut sich Florian Schaffenrath, dem die Rolle des Sprechers des vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Spezialforschungsbereiches zufällt. Tatsächlich kommen die 21 Mitarbeiter:innen aus sieben verschiedenen Staaten und garantieren allein so schon, dass das Innsbrucker Team mit Neulatein-Forschungsgruppen in ganz Europa zusammenarbeiten kann. Es wird sich lohnen, hin und wieder einen Blick auf die Homepage des SFB zu werfen, um die Errungenschaften und Meilensteine der Neulateinforschung in Echtzeit mitzuerleben.
