Bild der Ausstellung Halfforms Halfway

Ein Blick in die Ausstellung Halfforms Halfway, die im Ortner & Stanger Building, Fürstenweg 66, nach Vereinbarung besichtitg werden kann. 

Half­forms – Half­way: Zwi­schen­stand einer mate­ri­a­l­ba­sier­ten Archi­tek­tur­for­schung

Eine Ausstellung am Institut für Experimentelle Architektur zeigt, wie Architektur nicht nur durch Entwurf entsteht, sondern durch das aktive Verhalten von Materialien selbst mitgestaltet wird.

Mit Halfforms – Halfway präsentiert das Institut für Experimentelle Architektur – Hochbau und konstruktives Entwerfen der Universität Innsbruck einen Einblick in die laufenden Forschungsarbeiten des gleichnamigen Projekts. Im Zentrum steht ein innovativer Werkstoff: Vulkanfiber – ein biobasierter, zellulosebasierter Faserverbund, der sich beim Trocknen selbst verformt und so neue, selbst geformte Geometrien hervorbringt. Die Ausstellung macht sichtbar, wie dieser Werkstoff als aktiver Part in der architektonischen Gestaltung fungiert und klassische Vorstellungen von Kontrolle und Vorhersagbarkeit hinterfragt. 

Forschung, Lehre und Materialforschung im Fokus

Halfforms – Halfway zeigt Ergebnisse aus den ersten zwei Jahren eines vierjährigen Forschungsprojekts, das durch das FWF PEEK-Programm (Arts-Based Research) gefördert wird. Ergänzend zur architektonischen Arbeit werden auch Lehrformate präsentiert, in denen Studierende partizipieren und die materialbasierte Arbeit in die akademische Ausbildung eingebettet ist. Die Ausstellung vereint u. a. raumgreifende Installationen, experimentelle Prototypen, Materialtests sowie hybride analoge und digitale Arbeitsprozesse, die das Zusammenspiel von menschlicher Intention und materialeigener Dynamik veranschaulichen. 

Ausstellung:
Die Präsentation findet im Ortner & Stanger Building, Fürstenweg 66, Innsbruck statt. Sie kann nach Vereinbarung besucht werden. 

Zum Projekt

Das Forschungsprojekt Halfforms untersucht, wie architektonische Raumformen aus dem intrinsischen Verhalten von Materialien entstehen können, statt aus vorab festgelegten Entwurfsformen. Geforscht wird dabei an den ästhetischen, funktionalen und konstruktiven Potenzialen von Vulkanfiber, eines ökologisch interessanten und zugleich strukturell leistungsfähigen Materials. 

Project Lead: Karolin Schmidbaur
Wissenschaftler:innen: Lukas Allner, Gonzalo Vaíllo
(Student) Project Team: Lorenz Andexer, Elias Geser, Dario Lantschner
Experts: Dr. Susanne Witzgall, Academy of Fine Arts Munich (Theory), Prof.em Dr. Hubert Schmidbaur, TU München (Chemistry), Prof. Dr. Matthias Gondan-Rochon, Universität Innsbruck (Psychology), Mag. Arch. Moritz Heimrath , Bollinger + Grohmann ZT, Vienna (Structural Engineering), Gwyllim Jahn, Fologram, Founder (AR Applications)

(Karolin Schmidbauer/Redaktion)

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