Open Space beim Workshop zu "Gute Universität Teil 2"

"Gute Uni­ver­si­tät": Erfolg­rei­cher Work­shop

Was ist eine gute, demokratische Universität? Mit welchen konkreten Ideen können wir an einer Universität arbeiten, die auch künftig resilient gegenüber autoritären Tendenzen ist? Zu diesen Leitfragen fand am 16. März 2026 der Open-Space-Workshop „Gute Universität Teil 2“ an der Universität Innsbruck statt.

Der von der Initiativgruppe „Universität für Demokratie” organisierte Workshop brachte Studierende und Mitarbeitende zusammen, um aus den in der ersten Veranstaltung am 10. November 2025 erarbeiteten Ideen in tragfähige Vorhaben zu überführen. Das Ziel bestand darin, aktiv an einer demokratischeren, sozialeren und resilienteren Universität zu arbeiten. Denn Hochschulen werden in Zukunft mehr denn je als Orte gebraucht, die die Demokratie stärken.

In dem sehr gut besuchten Fortsetzungsworkshop wurden im offenen Format Vorhaben entwickelt, Teams gebildet und erste konkrete Umsetzungsschritte festgelegt. Das Ergebnis ist eine breite Palette von Projekten, darunter die Schaffung niederschwelliger Formate für offenen, statusübergreifenden Austausch und Dialog, sowie Vorhaben zur Stärkung von Partizipation und Gestaltungsräumen an der Universität. Zudem wurde die Entwicklung von Lernräumen, verlässlichen Zeitbudgets und Lehrformaten angedacht, die die Frage was eine gute Universität ausmacht praktisch bearbeiten. Dabei ging es unter anderem um interdisziplinäre und partizipative Angebote, die wissenschaftliche Praxis und gesellschaftliche Verantwortung verbinden. Weitere Schwerpunkte sind die bessere Sichtbarmachung von Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen, Formate für diskriminierungsarme Arbeits- und Studienbedingungen sowie die Förderung von Selbstorganisation und Vernetzung als Grundlage wirksamer Interessensvertretung.

„Die Energie des Workshops zeigt: Wenn Menschen Freiräume bekommen, entstehen Lösungen. Jetzt bringen wir die Initiativen in die Umsetzung – gemeinsam, offen und kreativ“, so die Initiativgruppe Universität für Demokratie. Die Ergebnisse reihen sich in den nationalen Prozess zur Hochschulstrategie 2040 ein, in dem „Hochschule & Demokratie“ prominent verhandelt wird. „Wissen schafft Zukunft. Zukunft braucht Demokratie.“ – so lautete die Botschaft der Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung zur Hoschulstrategie im Dezember 2025. Wissenschaft ist ein öffentlicher Wert – sie braucht verlässliche Strukturen, Zeit und Ressourcen. Der Initiativgruppe Universität für Demokratie geht es darum, Perspektiven für eine sozialere und demokratischere Universität zu erarbeiten, da die Universitäten angesichts von Fake News, Wissenschaftsskepsis, politischer Einflussnahme von außen und interner Strukturschwächen stark unter Druck gesetzt sind. Der Workshop hat hierfür einen offenen Raum geschaffen, in dem alle an der Universität Innsbruck Tätigen und Studierenden gemeinsam an diesem Ziel arbeiten können.

Die Veranstaltung wurde von der Initiativgruppe getragen und finanziell durch das Green Office und das CGI unterstützt. Moderation: Alicia Trepat.

Kontakt Initiativegruppe Universität für Demokratie: ini4dem@gmail.com

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