Zahlreiche Personen stehen auf einer Treppe und blicken in die Kamera

Die Leiter:innen und Koordinator:innen der Forschungsschwerpunkte und der Forschungsplattform mit Rektorin Veronika Sexl und Vizerektor Gregor Weihs.

For­schungs­schwer­punk­te: Auf zu neuen Zie­len

Die Universität Innsbruck stärkt ihr Forschungsschwerpunktsystem und entwickelt es kontinuierlich weiter. Mit einer neuen, qualitativ orientierten Evaluierungslogik stärkt sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit und schärft zugleich ihr Forschungsprofil in international relevanten Forschungsfeldern.

Künftig stehen individuelle Zielvereinbarungen und qualitative Entwicklungsziele im Mittelpunkt der Bewertung der Forschungsschwerpunkte und der Forschungsplattform. Im Februar 2026 unterzeichneten die Universitätsleitung und die Leiter:innen der Forschungsschwerpunkte und der Forschungsplattform die neuen Zielvereinbarungen für den Zeitraum 2026–2028.

Das Innsbrucker Modell: Rückgrat der Forschungsprofilierung

Das Forschungsschwerpunktsystem der Universität Innsbruck umfasst derzeit acht Forschungsschwerpunkte, eine Forschungsplattform und 40 Forschungszentren. Dieses österreichweit einzigartige Modell stärkt interdisziplinäre Kooperationen und schafft Raum für wissenschaftliche Innovation. Zugleich bildet es das zentrale Instrument der strategischen Profilbildung der Universität in der Forschung. Mit der aktuellen Weiterentwicklung verfolgt die Universität das Ziel, ihre internationale Sichtbarkeit in strategisch wichtigen Themenfeldern weiter zu steigern und gleichzeitig die Vielfalt der Fächerkulturen stärker hervorzuheben.

Neue, qualitativ orientierte Evaluierungslogik

Die Schwerpunktevaluierung 2022 bildete den Ausgangspunkt, um die bisher stark quantitativ geprägte Bewertungslogik zu überdenken. Unterschiedliche Publikationskulturen, fachspezifische Ressourcenbedarfe und Leistungen im Wissenstransfer ließen sich darin nur unzureichend abbilden. In der Leistungsvereinbarung 2025–2027 hat die Universität Innsbruck daher festgehalten, eine entwicklungsorientierte Evaluierungssystematik zu etablieren, die qualitative Aspekte stärker berücksichtigt.

Künftig erfolgt die Bewertung nicht mehr im direkten Vergleich der Einheiten, sondern – in Anlehnung an die Zielvereinbarungen mit den Fakultäten – über individuelle Vereinbarungen zwischen dem Vizerektorat für Forschung und den jeweiligen Forschungsschwerpunkten bzw. der Forschungsplattform. Diese Vereinbarungen gelten jeweils für drei Jahre und werden durch ein jährliches Monitoring begleitet.

Stärkung von Third Mission und Interdisziplinarität

Die neuen Zielvereinbarungen stützen sich unmittelbar an den Zielen der Leistungsvereinbarung, insbesondere an der weiteren Profilschärfung des Forschungsportfolios, der stärkeren internen und externen Sichtbarkeit sowie der Förderung institutsübergreifender Kooperationen. Gleichzeitig erhält der Bereich der Third Mission künftig ein deutlich höheres Gewicht.

Innovative Formate der Wissenschaftskommunikation, ein strukturierter Austausch mit Praxis und Industrie sowie Wissenstransfer in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden künftig explizit berücksichtigt. Quantitative Analysen bleiben Bestandteil der Evaluierung, dienen jedoch primär als Datengrundlage für die strategische Weiterentwicklung der einzelnen Einheiten. Ziel der neuen Evaluierungslogik ist es, die Vielfalt wissenschaftlicher Fächerkulturen sichtbar zu machen, Leistungen differenziert abzubilden und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunktsystems zu fördern.

    Nach oben scrollen