Friedrich Pfäfflin

Ehrenbürger Friedrich Pfäfflin bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft 2019 mit dem damaligen Rektor Tilmann Märk und der Leiterin des Brenner-Archivs und damaligen Vizerektorin Ulrike Tanzer.

Ehren­preis für Fried­rich Pfäff­lin

Das Land Baden-Württemberg zeichnet den deutschen Literaturwissenschaftler Friedrich Pfäfflin, Ehrenbürger der Universität Innsbruck, mit einem besonderen Ehrenpreis für sein Lebenswerk aus.

Die Ehrung erfolgt anlässlich des 200. Todesjahres des alemannischen Dichters Johann Peter Hebel und wird im Rahmen des Johann-Peter-Hebel-Festes am 10. Mai 2026 in Hausen im Wiesental verliehen. Friedrich Pfäfflin hat sich jahrzehntelang um die Vermittlung und Pflege der Literatur im alemannischen Sprachraum verdient gemacht und zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Literaturlandschaft. Er gründete die „Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg“, die beim Deutschen Literaturarchiv in Marbach angesiedelt ist. Als Herausgeber der Reprint-Ausgabe der „Fackel" von Karl Kraus hat er sich darüber hinaus international einen Namen gemacht.

Friedrich Pfäfflin wurde 1935 in Oberreichenbach im Schwarzwald geboren. Nach seiner Ausbildung als Verlagsbuchhändler arbeitete er für verschiedene Verlage, darunter den Kösel-Verlag und den Hanser-Verlag. 25 Jahre lang leitete er die Museumsabteilung am Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar. Für sein Engagement wurde er 1995 in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen und erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig. 2019 verlieh ihm die Universität Innsbruck die Ehrenbürgerschaft.

Mit der Universität Innsbruck ist er durch eine mittlerweile mehr als fünfzig Jahre dauernde Zusammenarbeit verbunden: Im Forschungsinstitut Brenner-Archiv befindet sich seine umfang- und raritätenreiche Karl-Kraus-Sammlung, die für die internationale Kraus-Forschung von herausragender Bedeutung ist. Die Bestände beinhalten eigenhändige Manuskripte, Korrespondenzen, aber auch zahlreiche seltene Bilddokumente von und aus dem Umfeld von Karl Kraus.

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