Von links: Florian Klebelsberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Föderalismus in Innsbruck, Professor Obwexer und Professorin Happacher (Universität Innsbruck) bei der Vorstellung des Euregio-Kompetenzmonitors.

Aktu­a­li­sier­ter Eure­gio-Kom­pe­tenz­mo­ni­tor vor­ge­stellt

Am 25. März 2026 wurde in Bozen die aktualisierte Ausgabe des Euregio-Kompetenzmonitors vorgestellt. Er stellt die Zuständigkeiten der drei Länder der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino und damit die rechtlichen Rahmenbedingungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dar. Die Studie der Veränderungen seit 2021 wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der Universität Innsbruck erstellt.

Der Kompetenzmonitor analysiert und vergleicht seit 2021 systematisch die Zuständigkeiten der beteiligten Regionen. Damit bietet er eine fundierte Grundlage für die Planung und Umsetzung grenzüberschreitender Projekte. Zugleich trägt er dazu bei, Verwaltungsprozesse transparenter und effizienter zu gestalten.

Die neue Ausgabe des Kompetenzmonitors berücksichtigt insbesondere die Reform der Euregio sowie die Änderungen durch die Reform der Sonderautonome Südtirols und des Trentino durch die kurz vor Abschluss stehende Autonomiereform. Die aktualisierte Auflage des Kompetenzmonitors wurde – wie auch die erste Auflage – unter der Leitung der Professoren Walter Obwexer und Peter Bußjäger sowie der Professorin Esther Happacher von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck erstellt.

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte in der Vorstellung der ajourierten Ausgabe die neuen Handlungsspielräume durch eine gestärkte Autonomie. Diese eröffnen insbesondere in Bereichen wie Umwelt, Energie, Raumordnung und Bildung konkrete Perspektiven. Auch der Katastrophenschutz und soziale Dienste profitieren von erweiterten Kompetenzen. Professor Obwexer ging näher auf die Änderungen in der institutionellen Ausgestaltung der Euregio ein. Professorin Happacher zeigte die Bedeutung einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Kompetenzen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf. In Vertretung von Professor Bußjäger stellte Florian Klebelsberg die Änderungen auf Tiroler Seite dar.

Der Kompetenzmonitor richtet sich gleichermaßen an Forschung, Verwaltung und die interessierte Öffentlichkeit. Die Publikation wurde im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Fit for Cooperation“ erstellt. Sie ist online verfügbar unter Kompetenzmonitor_DE_2026.pdf und stellt ein zentrales Instrument zur Stärkung der Zusammenarbeit in der Euregio dar.

(Esther Happacher)

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